US-Konzern Sabre kauft Lastminute.com
Elefantenhochzeit im Internet-Reisemarkt

Im Online-Reisemarkt kommt die Konzentration voran. Gestern verkündete der texanische Konzern Sabre, nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Reisedienstleistungen, die Übernahme der britischen Lastminute.com. Das börsennotierte Unternehmen in London wurde von der Sabre-Tochter Travelocity Europe, erworben.

ek DÜSSELDORF. Der Kaufpreis wurde mit 577 Mill. Pfund (843 Mill. Euro) angegeben. Pro Aktie zahlt die Sabre Holding 165 Pence und damit 57 Prozent über dem Schlusskurs, der nach Übernahmespekulationen bereits kräftig zugelegt hatte. Sabre kündigte an, in allen nationalen europäischen Märkten die Nummer 1 werden zu wollen.

Brent Hoberman, der Lastminute.com 1998 gegründet hatte, soll Chef der Travolcity Europe werden. Europa sei der größte Freizeit- und Reisemarkt der Welt, heißt es in einer Erklärung von Sabre. Das Online-Buchungsgeschäft habe 2004 aber erst neun Prozent des Gesamtumsatzes bei Flugreisen, Hotelbuchungen und Autovermietungen erreicht. Der Konzern erwartet einen Anstieg auf 20 Prozent schon Ende 2006. Er macht weltweit in 45 Ländern einen Jahresumsatz von rund 2 Mrd. US-Dollar.

Lastminute.com erzielte 2004 mit seinen verschiedenen Online-Portalen 990 Mill. Pfund Umsatz. Der Ausbau des Europageschäfts soll unter dem bisherigen Namen geführt werden. Die Online-Anbieter stoßen zunehmend auf die großen Reiseveranstalter als Wettbewerber. So sieht sich die Tui, Europas größter Touristikkonzern, bereits als Marktführer im Online-Geschäft und will in den kommenden Jahren 20 Prozent ihres Touristik-Umsatzes über das Internet erzielen.

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