US-Öldienstleister
Halliburton zieht nach Dubai

Der amerikanische Energieservice-Konzern Halliburton verlegt sein Hauptquartier vom texanischen Houston in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai. Das hat gute Gründe.

ebe NEW YORK. Konzernchef Dave Lesar kündigte den ungewöhnlichen Schritt am Sonntag auf einer Energiekonferenz in Bahrein an. Die Firmenzentrale sei im Nahen Osten besser stationiert, um engeren Kontakt mit den großen nationalen Ölunternehmen am Golf halten zu können.

Halliburton ist ein bedeutender Ölservice-Anbieter, unter anderem für den weltweit größten Ölproduzenten Saudi Aramco. Zwar werde das Unternehmen sein Firmengebäude in Houston behalten, doch Halliburton werde künftig von den Emiraten aus kontrolliert, sagte Lesar. Entsprechend wird auch der Konzernchef mit seiner Truppe nach Dubai umziehen.

Von den 13 Mrd. Dollar Umsatz im Bereich Ölservice seien im Vorjahr schon mehr als 38 Prozent aus dem Nahen Osten gekommen, teilte Halliburton mit. Lesar sagte, der US-Konzern werde in dieser Region künftig noch stärker investieren. Das Unternehmen erzielte im Vorjahr 22,6 Mrd. Dollar Umsatz und zog daraus 2,35 Mrd. Dollar Nettogewinn. An der Börse wird der Konzern aktuell mit einer Marktkapitalisierung von knapp 32 Mrd. Dollar bewertet.

Halliburton Energy Services arbeitet vor allem im Bereich Energieversorgung, Ölförderung und -handel. Auf Grund intensiver Geschäfte mit Ländern wie Libyen, Irak und Iran sah sich der Konzern in den vergangenen Jahren regelmäßig öffentlicher Kritik ausgesetzt. Der heutige US-Vizepräsident Dick Cheney war zwischen 1995 und 2000 Vorstandsvorsitzender von Halliburton.

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