US-Steuerreform Walmart hebt die Löhne an

Durch die Steuerreform von Präsident Trump spart Walmart viel Geld. Davon sollen nun auch die Mitarbeiter profitieren. Der größte Arbeitgeber der USA hebt die Stundenlöhne an – und zahlt einigen Angestellten Boni aus.
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Da die Wirtschaft brummt und in den USA Vollbeschäftigung herrscht, muss sich das Unternehmen beim Gehalt schon länger stärker ins Zeug legen. Quelle: AP
Mitarbeiterin bei Walmart

Da die Wirtschaft brummt und in den USA Vollbeschäftigung herrscht, muss sich das Unternehmen beim Gehalt schon länger stärker ins Zeug legen.

(Foto: AP)

BentonvilleDer größte US-Arbeitgeber Walmart will im Zuge der Steuerreform die Gehälter für Stundenlohnempfänger anheben. Das Einstiegsgehalt steige ab Februar auf elf Dollar pro Stunde, teilte der Shopping-Riese am Donnerstag mit. Der Konzern begründete dies mit der Steuerreform, von der der Einzelhandel stark profitiert.

Zusätzlich sollen bestimmte Mitarbeiter bis zu 1000 Dollar an einmaligen Boni erhalten. Die Kosten für die Maßnahmen bezifferte der Konzern auf insgesamt rund 700 Millionen Dollar (586 Millionen Euro). Darüber hinaus soll künftig mehr Elternzeit gewährt werden. Kein US-Konzern beschäftigt mehr Menschen als Walmart.

Da die Wirtschaft brummt und in den USA Vollbeschäftigung herrscht, muss sich das Unternehmen beim Gehalt schon länger stärker ins Zeug legen. Seit 2015 nimmt Walmart deshalb bereits deutlich höhere Personal- und Lohnkosten in Kauf. In der Vergangenheit wurde der Konzern häufig für schlechte Arbeitsbedingungen kritisiert.

Bei diesen Händlern kauft die Welt ein
Platz 92: Otto
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Die Otto Group ist auf Rang 92 der kleinste deutsche Händler in der Rangliste der 250 größten Handelsunternehmen. Im Jahr 2015 hatte der Konzern einen Einzelhandelsumsatz von 10,6 Milliarden Dollar erzielt. Die 250 Händler in der nun veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte kamen zusammen auf einen Umsatz von 4,3 Billionen Dollar.

Quelle: Deloitte Global Powers of Retailing 2017

Platz 22: Rewe
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Auf dem 22 Rang steht Rewe mit einem Einzelhandelsumsatz von 43,6 Milliarden Dollar. Die Supermarktkette besitzt Filialen in insgesamt elf Ländern.

Platz 18: Edeka
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Obwohl die Supermarktkette nur in Deutschland vertreten ist, schneidet das Unternehmen besser ab als Rivale Rewe. Edeka landet im aktuellen Ranking mit einem Einzelhandelsumsatz von 52,5 Milliarden Dollar auf dem 18 Platz.

Platz 13: Metro AG
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Der Handelskonzern hat Filialen in 31 Ländern und erzielte im Einzelhandel einen Umsatz von 68 Milliarden Dollar. Für die Top Ten reicht das aber nicht mehr. Das deutsche Unternehmen fiel von Rang acht auf Rang 13 zurück. Schuld daran waren der Verkauf von Kaufhof und der Rückzug aus dem Großhandelsgeschäft in mehreren Ländern.

Platz 10: Amazon
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Obwohl die US-amerikanische Firma eigentlich ein Internetunternehmen ohne Verkaufsläden ist, schafft sie es in die Top Ten. Amazon ist mit einem Umsatz von 79,3 Milliarden Dollar die Nummer zehn der größten Einzelhändler der Welt.

Platz 9: Tesco
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Englands größte Supermarktkette ist der größte Verlierer in den Top Ten. Mit einem Einzelhandelsumsatz von 81 Milliarden Dollar landet sie gerade noch auf Platz 9. Im Jahr 2015 ist der Umsatz um fast 13 Prozent abgestürzt. Das Unternehmen ist in insgesamt zehn Ländern vertreten.

Platz 8: Aldi
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Nur wenn man ihren Umsatz zusammenzählt, erreichen Aldi Süd und Aldi Norddie Top Ten der größten Einzelhändler der Welt. Doch sie schaffen ein Kunststück, das kein anderer Händler zustande bringt: Sie erwirtschaften zwei Drittel ihres geschätzten Umsatzes von 82,2 Milliarden Dollar im Ausland. In 17 Ländern sind sie aktiv.

Zuvor hatten bereits US-Konzerne wie AT&T und Comcast angekündigt, die Steuergeschenke der Trump-Regierung durch Boni mit ihren Mitarbeitern zu teilen. Die neuen Gesetze verringern die Unternehmenssteuern von 35 auf 21 Prozent. Die Reform soll das Wachstum ankurbeln, reißt aber tiefe Löcher in den Staatshaushalt.

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  • dpa
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