USA
Einzelhändler werben auch um sparsame Kunden

Der Kampf um das knappe Geld der Konsumenten wird schärfer: Wal-Mart fährt die Werbebudgets hoch, um mehr Weihnachts-Shopper anzulocken, Konkurrent Kmart hat seine Weihnachtskampagne gar um mehr als vier Wochen vorgezogen. Allerdings bleibt der Kampf um weiterhin sparsame Kunden hart.
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NEW YORK. Die amerikanischen Einzelhändler verschärfen ihren Kampf um das knappe Geld der Konsumenten und werben in diesem Jahr früher und deutlich stärker für ihr Weihnachtsgeschäft als 2008. So hat Wal-Mart-Konkurrent Kmart seine Weihnachtskampagne um mehr als vier Wochen vorgezogen. Auch J.C. Penney sowie die Baumärkte Home Depot und Lowe?s schalten dem Analysehaus TNS Media Intelligence zufolge deutlich mehr Fernsehwerbung als ein Jahr zuvor.

Die Einzelhändler profitieren dabei von gesunkenen Werbepreisen. So schaltet die Mode-Kette Gap zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder Fernsehspots und gibt in den letzten beiden Quartalen des Jahres insgesamt 65 Mio. Dollar mehr für Werbung aus. Allerdings bleibt der Kampf um weiterhin sparsame Kunden hart. Zwar hat sich die konjunkturelle Lage deutlich gebessert. Die Arbeitslosigkeit in den USA ist in den vergangenen Monaten dennoch weiter angestiegen und durchbrach zuletzt die Zehn-Prozent-Marke. Branchenkenner gehen davon aus, dass die "Shop till you drop"-Mentalität so schnell nicht zurückkehren wird. Stattdessen werde sich auch in der umsatzstärksten Zeit des Jahres ein Trend zu mehr Genügsamkeit durchsetzen.

Im Durchschnitt werden die Kunden rund 680 Dollar für Weihnachtsgeschenke ausgeben, ergab eine Umfrage des Einzelhandelsverbandes National Retail Federation (NRF). Das sind etwa drei Prozent weniger als im Winter 2008. Zudem will eine große Mehrheit stärker auf Sonderangebote achten. "Das Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr war voller chaotischer Verwirrung. Mittlerweile haben sich die Amerikaner mit der Unsicherheit arrangiert", sagt NRF-Chefin Tracy Mullin.

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