Vacheron Constantin Schweizer Uhrenmarke kommt im Internet an

Der Luxus-Uhrenhersteller Vacheron Constantin wird erstmals in seiner traditionsreichen Geschichte die aktuellste Kollektion über das Internet verkaufen. Die Richemont-Marke will damit ein neues Publikum erreichen.
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Die limitierte Edition der „Cornes de Vache“ ist erstmals und ausschließlich online erhältlich. Quelle: Hodinkee
Jugendlicher Stil

Die limitierte Edition der „Cornes de Vache“ ist erstmals und ausschließlich online erhältlich.

(Foto: Hodinkee)

GenfDer Schweizer Uhrenhersteller Vacheron Constantin will erstmals in seiner 262-jährigen Geschichte seine aktuellste Kollektion über das Internet verkaufen. Die Firma die zum Luxusgüterkonzern Richemont gehört, versucht mit dem Schritt, jüngere Kunden anzusprechen. Die Genfer Firma hat eine limitierte Edition an 36 Exemplaren der Cornes de Vache 1955 entworfen und sich mit der Uhren-Webseite Hodinkee zusammengetan.

Laut Vincent Brun, Präsident von Vacheron Constantin in Nordamerika, ist es die erste derartige Zusammenarbeit für den Hersteller. Die 45.000 Dollar (rund 42.230 Euro) teuren Uhren wird es nur bei Hodinkee.com und nicht in klassischen Läden geben. „Wir wollen diesen digitalen Schritt gehen, um die Wahrnehmung der Marke in der Welt zu steigern und Uhren-Liebhabern die Hand zu reichen, die wir bisher nicht notwendigerweise angesprochen haben“, erklärt Brun. Schweizer Uhrenhersteller hatten sich zuletzt stärker dem Online-Handel geöffnet, um eine jüngere Kundschaft zu erreichen. Deren Interesse am Tragen klassischer Uhren ist vergleichsweise gering.

IWC Schaffhausen, eine andere Marke aus dem Richemont-Konzern, feierte im November ihr Online-Debüt. Ihre Zeitmesser gab es beim Luxus-Internethändler Yoox zu kaufen. Richemont hatte einen Manager des amerikanischen Internet-Giganten Google an Bord geholt, um das Vordringen in die digitale Welt zu unterstützen. Damit schließt das Unternehmen zu Hermes auf, das seine 25.000 Dollar teuren Uhren bereits online zum Kauf anbietet.

Die Schweizer Uhrenexporte hatten 2016 den stärksten Einbruch in sieben Jahren verzeichnen müssen. In Hongkong, dem größten Markt der Branche, fanden viele Zeitmesser im oberen Preissegment keine Käufer.

Eine Umfrage von Deloitte aus dem September zeigte, dass Schweizer Uhrenmanager – zum ersten Mal überhaupt – mehr im Bereich des E-Commerce expandieren wollen als in anderen Vertriebskanälen wie etwa den eigenen Läden.

Das sind die neuen Luxusuhren-Trends
Uhr aus Käse
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Das Gehäuse dieser Uhr scheint aus Marmor hergestellt zu sein – es ist aber Käse, genau gesagt Vacherin Mont d'Or. Der Käse wurde pasteurisiert und dann mit Kunststoff gemischt und in Form gebracht. Ausgestellt wurde die Kreation der Marke H. Moser & Cie. in Genf auf dem SIHH. Das erst 2002 gegründete Unternehmen machte von Beginn an mit außergewöhnlichen Ideen von sich reden. Die Uhr trägt deswegen nicht umsonst den Namen „Swiss Mad Watch“. Der Preis des Unikats liegt bei 1.081.291 Franken.

Automatikuhr
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Das zum Richemont-Konzern gehörende Unternehmen Baume & Mercier deckt in der Gruppe das Einstiegssegment der Luxusuhren ab. Diese Automatikuhr mit Stahlband soll die sportlich maskuline Kundschaft ansprechen. Der Preis liegt je nach Ausführung des Armbandes bei rund 2000 Euro

Tourbograph
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Der Namensgeber, Unternehmensgründer nach der Wende und Mit-Inhaber, Walter Lange, verstarb am 16. Januar. Die Entwicklung des Tourbograph pour le Mérite hat Lange, der bis zum Schluss im Unternehmen präsent war, noch verfolgen können. Der Tourbograph erhält seinen Namen aus zwei seiner Komplikationen, die verbaut wurden: Dem Tourbillon und dem Chronograph. Dazu kommt noch ein ewiger Kalender. 684 Teile sind im Uhrwerk verbaut. Der Preis für eines der 50 Modelle, die gefertigt werden: 480.000 Euro.

Aquapod
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Das Unternehmen MB&F möchte keine Uhren, sondern Skulpturen für den Arm entwerfen, die zudem die Zeit anzeigen. Für das Modell Aquapod haben sich die Gestalter an einem der unbeliebtesten und gleichzeitig faszinierendsten Tiere orientiert: Der Qualle. Das gewölbte Gehäuse soll im Profil einer aufsteigenden Qualle ähneln. Zugleich versprechen die Entwickler eine gute Ablesbarkeit. In Höhe des weißen Dreiecks auf der Unterseite der Halbkugel ist die Zeit abzulesen - in diesem Fall 8 Uhr und 35 Minuten. Der Preis für die Uhr: sechsstellig.

Luminor
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Schwärzer als die Nacht – das ist nur eine der Besonderheiten der Luminor Panerai Lab-ID Luminor 1950 Carbotech. Das Zifferblatt ist ein extremes Tiefschwarz. Das Gehäuse besteht aus einer Carbonmischung, darin steckt auch der Clou: Die Carbonteile benötigen im Gegensatz zu herkömmlichen mechanischen Uhren keinen Schmierstoff mehr. Die Uhr ist damit wartungsfrei, da keine Fette enthalten sind. Panerai plant, für die Uhr eine Garantie von 50 Jahren auszuloben. Der Preis liegt bei 50.000 Euro.

Jaeger LeCoultre
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Drei Mitglieder einer neuen Familie. Die Schweizer Marke Jaeger LeCoultre bringt neben exorbitant teuren Preziosen dieses Jahr auch ein Friedensangebot in der Welt der Luxusuhren auf den Markt. Zwischen 6000 bis 10.000 Euro liegen diese Modelle, beginnend bei einer einfachen Dreizeiger-Uhr mit Datum über eine Weltzeituhr bis zu einem Chronographen. Nach Jahren des teurer, teurer, teurer, besinnen sich die Uhrenhersteller wieder derjenigen, die weder das Geld eines Kleinwagens, Wagenparks oder Villa in eine mechanische Luxusuhr investieren möchten.

McLaren
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Von günstig oder Friedensangebot kann bei diesem Modell des Herstellers Richard Mille keine Rede sein. Die Uhr wurde in Kooperation mit dem Rennsportstall McLaren entwickelt und kostet mehr als eine Million Euro. Sie ist dafür extrem leicht dank des Graphen-Gehäuses, eines Werkstoffs, den Richard Mille in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern anfertigen konnte. Das Ergebnis ist der Superlativ „leichteste Uhr mit Tourbillon und Schleppzeiger-Chronograph“. Der Schleppzeiger-Chronograph erlaubt die Messung von Zwischenzeiten, der Tourbillon stammt aus der Welt der Taschenuhren und soll größere Genauigkeit bringen. Dabei dreht sich die Unruh in einem Käfig einmal die Minute um die eigene Achse. Bei Taschenuhren, die meist die ganze Zeit in einer Lage aufrecht in der Tasche ruhten, glich das Tourbillon den Einfluss der Schwerkraft aus - in einer Armbanduhr soll es vor allem der Beweis großer uhrmacherischer Fähigkeiten sein, denn der Zusammenbau gilt als sehr kompliziert.

Vacheron Constantin ist eine der teuersten Marken von Richemont. Zu den Produkten zählen beispielsweise ein 150.000 Dollar teurer Platin-Chronograph sowie die aufwendigste mechanische Taschenuhr der Welt.

Die Cornes-de-Vache-Zeitmesser wurden mit einem jugendlicheren Aussehen entworfen und sind erstmals aus rostfreiem Stahl erhältlich, berichtet Ben Clymer von Hodinkee. „Der Stahl-Körper ist etwas, das unter den Lesern von Hodinkee sehr begehrenswert wird“, berichtet er weiter. „Es bringt den Preis zudem unter die Marke von 50.000 Dollar, was es etwas leichter erreichbar macht.“

  • Bloomberg
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