Veränderte Ferienpläne wirbeln Passagieraufkommen durcheinander
Fraport rechnet mit Passagierplus

Der größte deutsche Flughafenbetreiber Fraport geht optimistisch in das zweite Halbjahr 2003 und erwartet für das Gesamtjahr einen Anstieg des Passagieraufkommens um mindestens zwei Prozent.

Reuters FRANKFURT. „Wir erwarten ein Plus von zwei Prozent im Gesamtjahr, vielleicht auch etwas darüber“, sagte Fraport-Sprecher Klaus Busch am Mittwoch in Frankfurt. Alle Zeichen deuteten darauf hin, dass mit dem Anziehen der Konjunktur auch der Passagier- und Frachtverkehr wieder zulegten. Das dritte Quartal werde voraussichtlich erheblich besser ausfallen als die beiden ersten Quartale des laufenden Jahres, in denen Fraport wegen des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit SARS rund zwei Prozent weniger Passagiere abgefertigt hatte als im Vorjahreszeitraum.

Die Aktie des im MDax notierten Unternehmens tendierte am frühen Nachmittag in einem freundlichen Gesamtmarkt bei 22,40 € mit 1,7 % im Minus.

Busch wandte sich mit seinen Äußerungen gegen pessimistischere Einschätzungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), die wegen des schleppenden Sommerreiseverkehrs von einem Rückgang der Passagierzahlen im zweiten Halbjahr ausgeht. „Das Sommerquartal läuft nicht gut. Die Leute reisen nicht“, hatte eine ADV-Sprecherin am Dienstag gesagt. Nachdem das Passagieraufkommen im ersten Halbjahr trotz des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit SARS noch um 3,8 % gewachsen sei, erwarte die ADV für das Gesamtjahr 2003 nur noch ein Wachstum von insgesamt drei Prozent und damit einen Rückgang der Passagierzahlen gegenüber dem ersten Halbjahr.

Fraport-Sprecher Busch erklärte den schleppenden Sommerreiseverkehr dagegen mit veränderten Ferienterminen in den großen Bundesländern. „In diesem Jahr liegen die Sommerferien in den bevölkerungsstarken Bundesländern später“, sagte er. In Nordrhein-Westfalen etwa fingen die Ferien erst an, so dass mit dem Start der Sommerreisewelle erst an diesem Wochenende zu rechnen sei. Damit falle der große Reiseschub in diesem Jahr voll in das dritte Quartal, während sich 2002 wegen des früheren Ferienbeginns ein Anstieg der Passagierzahlen bereits im Juni abgezeichnet habe. „Für Pessimismus besteht überhaupt kein Anlass“, betonte Busch.

Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt hatte im ersten Halbjahr 2003 mit 22,5 Mill. Passagieren gut zwei Prozent weniger Fluggäste abgefertigt als im Vorjahreszeitraum.

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