Veränderungen auf dem Buchmarkt
Douglas-Buchgruppe will Bouvier übernehmen

Nach Berichten des Bundeskartellamts plant die Douglas-Buchgruppe Thalia die Übernahme des Mitbewerbers Bouvier-Gonski. Gegen die mehr als 175 Jahre alte Traditionsbuchhandlung wurde bereits im vergangenen Oktober das Insolvenzverfahren eröffnet.

HB DÜSSELDORF. Die zur Douglas-Gruppe gehörende Buchhandelsgruppe Thalia will den insolventen Mitbewerber Bouvier-Gonski übernehmen. Wie das Bundeskartellamt auf seiner Internetseite mitteilte, hat die Thalia-Gruppe die Übernahme von „wesentlichen Vermögensanteilen an Bouvier“ bei der Behörde angemeldet.

Eine Sprecherin von Douglas wollte sich am Dienstag nicht zu der geplanten Übernahme äußern. Der Insolvenzverwalter der Buchhandelsgruppe Bouvier-Gonski, Bruno Kübler, war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Das Amtsgericht Bonn hatte bereits am 1. Oktober 2003 das Insolvenzverfahren über Bouvier-Gonski eröffnet. Die mehr als 175 Jahre alte Traditionsbuchhandlung setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 280 Beschäftigten rund 40 Millionen Euro und zählte zu den zehn größten deutschen Buchhandlungen. Sie besitzt unter anderem Filialen in Bonn, Köln, Koblenz, Hamm und Siegburg.

2003 war ein operativer Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von 1,2 Millionen Euro entstanden. „Abgesehen von der Koblenzer Filiale sind die Chancen einer langfristigen Sanierung der übrigen Filialen als aussichtsreich zu beurteilen“, hatte der Insolvenzverwalter Anfang des Jahres erklärt.

Thalia verfügt über 114 Buchhandlungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich und erreichte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 einen Umsatz von 127 Millionen Euro. Im neun Monate zählenden Rumpfgeschäftsjahr 2003 hatte der Umsatz bei 228 Millionen Euro gelegen.

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