Verantwortliche „nicht zufrieden“ mit Pünktlichkeit
Bahn baut ICE-Verbindungen aus

Die Deutsche Bahn will mit Beginn des neuen Fahrplanes Mitte Dezember mehr ICE-Verbindungen anbieten. Preiserhöhungen wie im Nahverkehr soll es zum Fahrplanwechsel im Fernverkehr nicht geben.

HB FRANKFURT. Von der Ausweitung des ICE-Angebots profitieren unter anderem die ostdeutschen Bundesländer und die Region Franken. Zwischen Dresden und Frankfurt verkehren die schnellen Züge erstmals im Stundentakt, wie der Fahrplanleiter der Deutschen Bahn AG, Ingulf Leuschel, am Dienstag in Frankfurt ankündigte. Auf der Strecke Dresden-Chemnitz-Nürnberg rollen nach der vollständigen Beseitigung der Flutschäden vom August 2002 wieder Züge im Zwei-Stunden-Takt. Der neue Fahrplan tritt am 14. Dezember in Kraft.

„Insgesamt haben wir das Angebot im neuen Fahrplan im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht von 135 auf 137 Mill. Zugkilometer erhöht“, betonte Leuschel. Dies beweise, dass die Bahn sich dem Konkurrenzdruck, etwa durch Billigfluglinien, stelle. Mit der Pünktlichkeit, die derzeit im Fernverkehr bei einer Quote von unter 80 % liege, sei man „nicht zufrieden“. Nach wie vor erschwerten viele Baustellen den Zugverkehr.

Im Gegensatz zum Nahverkehr seien für Fernzüge zum Fahrplanwechsel keine Preiserhöhungen geplant, sagte Bahn-Sprecher Gunnar Meyer. Für die regionalen Strecken hat das Unternehmen eine Anhebung der Ticketpreise um durchschnittlich 4,1 % beantragt. Dem müssen die Bundesländer noch zustimmen.

Die ICE-Strecke Essen-Köln-Frankfurt/Main wird nach Ankündigung der Bahn künftig nach Nürnberg verlängert. Allerdings werde diese neue Verbindung vom Ruhrgebiet nach Franken nicht über den Frankfurter Hauptbahnhof, sondern über den Bahnhof Frankfurt-Süd geleitet. „Wir müssen den Hauptbahnhof wegen mehrerer anstehender Bauarbeiten entlasten“, sagte Leuschel.

Auf der stark frequentierten Strecke Hamburg-Köln-Koblenz- Frankfurt/Main-Nürnberg ersetzen künftig vier ICE-Züge die bisherigen IC-Verbindungen. Nach Auskunft eines Bahnsprechers habe dies auf die Fahrzeit keinen Einfluss. Ob für diese ICE-Züge künftig der übliche Zuschlag verlangt werde, sei noch nicht entschieden. Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte, in diesem Fall auf den Aufpreis zu verzichten. „Dies wäre sonst eine Preiserhöhung durch die Hintertür“, sagte der Sprecher Hartmut Buyken in München.

Da die Bahn ihre 216 ICE in Zukunft verstärkt in der Nacht warte, stünden dem Betrieb im Durchschnitt 13 zusätzliche Züge zur Verfügung, sagte Leuschel. Davon profitiere unter anderem die Strecke Düsseldorf-Kassel-Erfurt, die künftig über Leipzig nach Dresden weitergeführt werde.

Dagegen werden - vor allem an Samstagen - Züge aus dem Fahrplan gestrichen, unter anderem späte Verbindungen von Köln nach Frankfurt, von Hannover nach Magdeburg oder von Frankfurt nach Leipzig. Im Nahverkehr wird die neue S-Bahn RheinNeckar im Drei-Länder-Eck Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg zum Fahrplanwechsel ihren Betrieb aufnehmen und 65 Haltestellen anfahren.

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