Verbände rechnen nicht mit einer Steigerung des Jahresumsatzes
Weihnacht bringt Händlern kaum Freude

Die deutschen Einzelhändler orientieren sich in ihren Umsatzerwartungen für das diesjährige Weihnachtsgeschäft zum großen Teil an den Ergebnissen des vergangenen Jahres. Dies ist das Resultat einer Handelsblatt-Umfrage in den Branchen, die am stärksten vom Weihnachtsgeschäft abhängig sind.

DÜSSELDORF. Für den Handel wird es deshalb sehr schwer werden, die vom Dachverband HDE prognostizierte zusätzliche Umsatzmilliarde zu erreichen. Doch der HDE bleibt nach einer eigenen Trendumfrage optimistisch, dass die Branche das Jahr mit einem leichten Umsatzplus beenden wird. Am ersten Adventssamstag hätten die Warenhäuser und Fachgeschäfte den ersten großen Kundenansturm erlebt.

Bis Ende August verkaufte die Branche allerdings schon nominal 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Seine Hoffnung auf eine Besserung setzt der HDE nun auch darauf, dass die Monate November und Dezember in diesem Jahr jeweils zwei Einkaufstag mehr haben als 2003.

Hoffnungen auf einen guten Endspurt machen sich wie in jedem Jahr die Spielwarenhändler, die rund 30 Prozent ihres Jahresumsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres erzielen. Als Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr besonders beliebt sind etwa das Brettspiel „Zug um Zug“ und der interaktive Spielroboter „Robosapien“. Doch der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) rechnet für das Gesamtjahr lediglich mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von 3,25 bis 3,3 Mrd. Euro.

Wenig Grund zu Glänzen haben Juweliere und Uhrenhändler, die nach Aussagen von Karl-Eugen Friedrich vom Bundesvorstand des Bundesverbandes der Juweliere, Schmuck- und Uhrengeschäfte bisher auf „ein nicht erfreuliches Jahr“ zurückblicken. Vor allem die stark gestiegenen Sicherheitsaufwendungen schmälern die Erträge vieler Unternehmen. Die Schmuckhändler erwarten vom Weihnachtsgeschäft aber „gute Impulse für den Umsatz“, sagt Friedrich. Insgesamt rechnet die Branche aber allenfalls mit einem Jahresumsatz von sieben Mrd. Euro – so viel wie im Jahr 2003. Zur Freude der Juweliere erlebt bei den Herren der Manschettenknopf gerade eine Renaissance, und die Damen haben den Perlenschmuck wieder entdeckt.

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