Verband legt Finanzprognose vor
IATA erwartet Milliardenverluste für Fluggesellschaften

Internationale Luftgesellschaften werden wegen hoher Treibstoffpreise und sinkender Nachfrage in diesem Jahr nach Schätzung der Luftfahrtorganisation IATA Milliardenverluste einfliegen. Und im nächsten Jahr wird es demnach kaum besser.

HB GENF. Das teilte die International Air Transport Association (IATA) am Mittwoch in Genf in ihrer Finanzprognose für die Luftfahrtindustrie mit. 2008 werde für alle Fluglinien ein Verlust von insgesamt 5,1 Mrd. Euro in den Büchern stehen, sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani am Mittwoch in Genf bei einer Telefonkonferenz. "Die Situation bleibt weiterhin trostlos. Die schädliche Kombination aus hohen Ölpreisen und einer sinkenden Nachfrage wirkt wie Gift auf die Ertragslage der Industrie." Im Juni hatte der Verband allerdings noch mit einem Verlust von 6,1 Mrd. Euro gerechnet.

Der Jahresdurchschnitt pro Barrel (159 Liter) Öl liege bei 113 Dollar, 40 Dollar mehr als der Durchschnittspreis von 73 Dollar pro Barrel im Vorjahr. Die Mehrkosten der Industrie für Treibstoff betragen in diesem Jahr laut IATA rund 50 Mrd. $, weshalb die Gesamtausgaben voraussichtlich auf 186 Mrd. $ steigen werden. Der Anteil des Treibstoffs an den operativen Kosten würde sich somit auf 36 Prozent erhöhen, 2002 betrug er noch 13 Prozent.

Die Luftfahrtbranche muss nach Einschätzung des Branchenverbands wegen der hohen Ölpreise auch 2009 weltweit Milliardenverluste hinnehmen. 2009 geht IATA von einem Minus von 4,1 Mrd. Euro. 2007 hatte die Branche nach Angaben des Verbands ein Plus von 5,6 Mrd. Euro erzielt. Die IATA repräsentiert weltweit 230 Fluggesellschaften.

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