Verbandsangaben
September war für Handel „rabenschwarzer Monat“

Die deutschen Einzelhändler klagen. Nach Angaben ihres Verbandes war die Situation seit einem Jahr nicht mehr so schlimm wie derzeit.

HB BERLIN. „Nach den uns vorliegenden Informationen aus der Branche und von verschiedenen Forschungsinstituten war der September ein rabenschwarzer Monat, der uns den größten Umsatzeinbruch seit einem Jahr gebracht hat“, erklärte HDE-Präsident Hermann Franzen am Mittwoch in Berlin. „Natürlich haben auch die hohen Energiepreise und im Textilbereich die sommerlichen Temperaturen die Umsätze im Einzelhandel gedrückt.“ Deshalb richte die Branche ihre Hoffnungen jetzt auf das vierte Quartal und vor allem auf das Weihnachtsgeschäft.

Für das Gesamtjahr 2005 rechne der Einzelhandel nach wie vor mit einem nominalem Umsatzminus von einem Prozent, sagte Franzen. Wegen des bislang unklaren Reformkurses der künftigen Bundesregierung wagte der HDE noch keine Umsatzprognose für kommendes Jahr.

Franzen rechnet nicht vor Mitte 2006 mit der von der CDU angestrebten Erhöhung der Mehrwertsteuer, die er jedoch strikt ablehnt, gleichwohl diese kurzfristig einen Aufwind bringen könnten, weil dann die Leute Käufe vorziehen würden. Für die Einzelhändler dürfte es aber bis zu 18 Monate dauern, bis sie die erhöhten Preise an ihre Kunden weiterreichen könnten, ergänzte der HDE-Präsident.

Die Branche spüre auch die Unsicherheit der Verbraucher nach der Bundestagswahl, betonte Franzen. Die Menschen müssten wissen, wie es weiter gehen sollte, damit sie wieder mehr investieren und konsumieren.

Auch einer der größten Händler im Lande, der schwedische Möbelkonzern Ikea, hält die Kunden hier zu Lande für extrem verunsichert. „Ich glaube, es war noch nie so schwer wie im Moment, die Kunden zu erreichen und zu begeistern“, erklärte der Ikea-Deutschland-Chef, Luc Lauwers.

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