Verbandstagung
Deutsche sparen beim Optiker

Die Deutschen sparen an der Brille und Kontaktlinsen. Mit etwas Verzögerung haben die Augenoptiker die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen und im ersten Quartal nach vorläufiger Schätzung vier Prozent Umsatzminus gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres verbucht.

HB DÜSSELDORF. Wie der Zentralverband der Augenoptiker weiter mitteilte, sei Folgendes bedenklich für die Branche: Die Zahl der Brillenträger in Deutschland ist im mittelfristigen Vergleich erstmals rückläufig: Trotz der demografischen Entwicklung sank sie binnen drei Jahren bis 2008 um 1,2 Mio. auf 39,2 Millionen. "Die Leute tun sich schwerer, ihre erste Brille zu kaufen", hieß es.

Im vergangenen Jahr hatte die Branche mit gut 10 000 Betrieben ein Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 3,88 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die Arbeitslosenquote sank für die Branche auf 2,7 Prozent. Weiter auf dem Vormarsch sind die Filialisten mit Fielmann an der Spitze.

Bei den Brillen-Verordnungen haben die Optiker den Augenärzten längst den Rang abgelaufen: Inzwischen werden 73 Prozent der neuen Brillen vom Optiker verordnet, nur noch 27 Prozent vom Augenarzt. Der Umsatz der Optiker mit den gesetzlichen Krankenkassen liegt nur noch bei 1,6 Prozent. Der Brillenverkauf über das Internet stagniert dagegen bei drei Prozent. Gesundheitlich problematisch sei vor allem der Online-Erstbezug von Kontaktlinsen.

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