Verbesserung des Eigenkapitals
Tengelmann reduziert seine Schulden

Die Mülheimer Handelsgruppe Tengelmann, noch Ende der 90er-Jahre mit hohen Schulden ein Sanierungsfall, entwickelt sich wieder zu einem solide finanzierten Unternehmen.

HB MÜLHEIM/RUHR. „Unsere Eigenkapitalquote hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 9,3 auf 19,6 Prozent verbessert“, sagte Konzernchef Karl-Erivan Haub. Damit liegt das inhabergeführte Handelsunternehmen, das nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Trade-Dimensions in Deutschland Platz sieben belegt, bei der Kennziffer vor Marktführer Metro: Der Düsseldorfer Dax-Konzern kam 2005 lediglich auf eine Eigenkapitalquote von 18 Prozent.

Die 139 Jahre alte Unternehmensgruppe Tengelmann hatte sich nach dem Antritt von Karl-Erivan Haub von Verlustbringern getrennt. Der Textildiscounter Takko ging an die Private-Equity-Firma Permira, die Drogeriekette kd an Rossmann. Zudem schlossen die Mülheimer rund 300 ertragsschwache Kaiser’s- und Tengelmann-Supermärkte sowie die verlustreiche Schokoladenfabrik Wissoll. Die Baumarkttochter Obi zog sich vom schwierigen Markt in China zurück.

Die deutliche Verbesserung des Eigenkapitals verdankte der Mülheimer Familienkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende April) auch einem Einmaleffekt: Im August 2005 hatte sich die US-Supermarktkette A&P, an der Tengelmann seit Mitte der 80er-Jahre mit 53 Prozent beteiligt ist, von ihrem Kanada-Geschäft getrennt und den Verkaufserlös zum Teil in Form in einer Sonderdividende ausgeschüttet. An Tengelmann gingen knapp 150 Mill. Euro.

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