Verbraucherstudie des Handelsblatts
Fleischkäufer machen Bogen um Aldi

Wenn es um den Kauf von Fleisch und Wurst geht, sind die Deutschen pingelig. Das Image einer Handelskette entscheidet weit mehr als der Preis darüber, wo die Ware geholt wird. Gut für den Metzger oder familiengeführten Supermarkt vor Ort. Schlecht für die Discounter – und für einen skandalumwitterten SB-Markt.

DÜSSELDORF. Die Supermarktkette Real, Tochterunternehmen der Düsseldorfer Metro AG, leidet noch immer erheblich unter den Folgen des Hackfleisch-Skandals – und das, obwohl der Fall zwei Jahre zurückliegt. Dies signalisiert der „KPMG-Sortimentsmonitor“, eine von Handelsblatt, KPMG und dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest entwickelte Umfrage unter 1 000 Verbrauchern.

Die beiden Kernergebnisse lauten: Geht es um Wurst und Fleisch, geben deutsche Kunden Aldi die schlechtesten Noten. Und sie machen beim Einkauf dieser Produkte noch immer einen Bogen um Deutschlands größten SB-Warenhausbetreiber Real.

Im Frühjahr 2005 hatten Verkäufer der Metro-Tochter in drei niedersächsischen Märkten überaltertes Hackfleisch mit neuen Etiketten versehen. Nach der Veröffentlichung der Betrügereien in einer Fernsehsendung geriet das SB-Warenhausunternehmen in die Krise.

Davon, so scheint es, hat sich Real bis heute nicht erholt. Nur drei Prozent der Befragten nannten Real als ihr Stammgeschäft für Fleisch und Wurstwaren. Beim fast gleich großen Wettbewerber Kaufland waren es fünf Prozent. Selbst die SB-Warenhäuser von Marktkauf, die halb so viel umsetzen wie Real, nannten immerhin zwei Prozent als Stammgeschäft für diese Artikel.

Der KPMG-Sortimentsmonitor, der Monat für Monat untersucht, in welchen Warengruppen die Wettbewerber im Einzelhandel führend sind, offenbart aber auch bei den übrigen Handelsketten deutliche Schwächen. Mehr als ein Drittel der Deutschen – exakt 35 Prozent – kauft Wurst und Fleisch am liebsten beim Metzger an der Ecke.

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