Verbraucherverband warnt vor Billigstromanbietern
Teurer Billigstrom

Mit Kampfpreisen und aggressiven Vertriebsmethoden haben Billiganbieter Anfang des Jahrzehnts neue Strom-Kunden gewonnen. Viele Anbieter sind aber schnell wieder verschwunden – mit dem Geld der Kunden.

HB DÜSSELDORF. Nach etlichen Jahren Stille kommt wieder Bewegung in den Strommarkt. Der Bund der Energieverbraucher warnt jedoch vor einem vorschnellen Wechsel zu Billigstrom-Anbietern. Bevor der Anbieter gewechselt werde, sollten sich Kunden genau informieren, riet der Bund am Freitag. Die Gefahr sei groß, dass mit Dumpingpreisen Kunden erst gelockt und dann im Stich gelassen werden.

Nicht jeder günstige Stromanbieter sei auch empfehlenswert und man sollte sich genau ansehen, vom wem man seinen Strom bezieht, empfiehlt der Verbraucherverband. "Wenn die Preise die vernünftigerweise anzusetzenden Beschaffungskosten übersteigen, dann kann etwas nicht stimmen." Das System könne nur solange funktionieren, wie neue Kunden mit ihrer Vorkasse den Strom der Altkunden mit bezahlten oder die Verluste als Kosten der Markteinführung für eine Anlaufphase finanziert werden. Auf Dauer könne dies aber nicht funktionieren. Der Bund warnt deshalb besonders vor Strompaketen und Vorauszahlung.

Die Preise solcher Billiganbieter deckten oft nicht die Kosten. "Erst wenn die Preise im Stroßgroßhandel und die Netzentgelte auf ein vernünftiges Niveau sinken, könnten neue Anbieter am Markt Erfolg haben“, erklärt der Verbraucherverband. Dafür müsse das Kartellrecht und die Netzregulierung verschärft werden. Die Bundesregierung sei hier auf dem richtigen Weg.

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