Verbraucherzentrale warnt vor Schindluder mit Rabatten: Unseriöse Angebote für Schnäppchenjäger

Verbraucherzentrale warnt vor Schindluder mit Rabatten
Unseriöse Angebote für Schnäppchenjäger

Der Winterschlussverkauf steht vor der Tür. Doch Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht: Nicht alle Preisnachlässe sind echt. Von der beispiellosen Rabattschlacht im Handel sollten sich die Kunden nicht blenden lassen.

HB DÜSSELDORF. Vor dem Winterschlussverkauf rief die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zu einer erhöhten Skepsis auf. Nicht jeder durchgestrichene Preis scheine jemals verlangt worden zu sein, sagte Verbraucherrechts-Experte Jürgen Schröder am Montag. „Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht.“ Allerdings liege kein umfassender Überblick über die Seriosität der Rabattgewährungen vor. Dennoch sollten sich die Kunden fragen, wie es sein könne, dass auf Waren plötzlich 50 Prozent Preisnachlass möglich sei, meinte Schröder.

In einzelnen Beschwerden dokumentierten Kunden, dass ein Produkt vor wenigen Monaten ohne Rabatt angeboten worden sei und jetzt zum selben Preis, aber mit deutlichem Pseudo-Discount auf den Ladentisch komme. Eine Kontrolle der Echtheit von Rabatten gebe es praktisch nicht, meinte Schröder. Auch die Beobachtung durch die jeweilige Konkurrenz dürfe nicht überbewertet werden.

„Im Grunde genommen muss man an die Ehrlichkeit des Handels appellieren“, sagte Schröder. Auch helfe der gesunde Menschenverstand und eigene Marktbeobachtung. „Wenn Markenware deutlich billiger zu haben ist, dann ist das natürlich ein Schnäppchen.“ Eine Woche vor Beginn des Winterschlussverkaufs (WSV), der vom 26. Januar bis 7. Februar wohl letztmals nach alten Regeln läuft, machte der Experte der Verbraucherzentrale darauf aufmerksam, dass WSV-Ware noch einmal deutlich im Preis reduziert werden müsse, um als solche verkauft werden zu dürfen.

Bei den Verbrauchern sei eine deutliche Verunsicherung angesichts der Preisgestaltung festzustellen, erklärte Schröder. „WSV, neue Rabattrunden, eigene Rabattkarten - das ist langsam völlig undurchsichtig.“ Außerdem sei der Preis nicht alles. „Es kommt auch auf den Service an“, riet der Verbraucherrechts-Experte.

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