Verdacht auf Bestechung bei Fraport Razzia beim Frankfurter Flughafenbetreiber

Mitarbeiter der Flughafenbetreibers Fraport stehen unter Verdacht, im Senegal Amtsträger bestochen zu haben. Im Zuge ihrer Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt nun Büros und Wohnungen durchsucht.
Update: 13.12.2017 - 12:28 Uhr Kommentieren
Nach mehrjährigen Verzögerungen und Absenkung der ursprünglich vereinbarten Entgelte hatte Fraport das Projekt formell zum Jahresende 2016 beendet. Quelle: AFP
Senegals Präsident eröffnet den neuen Flughafen von Dakar

Nach mehrjährigen Verzögerungen und Absenkung der ursprünglich vereinbarten Entgelte hatte Fraport das Projekt formell zum Jahresende 2016 beendet.

(Foto: AFP)

FrankfurtWegen des Verdachts der Bestechung bei einem Flughafenprojekt im Senegal hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Büros des Airport-Betreibers Fraport durchsucht. Unter Verdacht stünden acht Personen, davon fünf Fraport-Mitarbeiter in leitender Stellung, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

Vorstände des MDax-Konzerns stünden nicht im Fokus der Staatsanwaltschaft. Mehr als 100 Ermittler hätten bereits am Dienstag Büros von Fraport und Wohnungen der Verdächtigen - insgesamt zehn Objekte - durchsucht. Das Unternehmen bestätigte die Razzia. Man unterstütze die Ermittlungen, wolle das laufende Verfahren aber nicht weiter kommentieren, erklärte ein Sprecher.

Die Verdächtigen sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen Amtsträger aus dem Senegal bestochen haben, damit Fraport den Zuschlag für den Betrieb des neuen Flughafens in der Hauptstadt Dakar bekommt. Die Ermittlungen gingen auf eine anonyme Anzeige im Jahr 2013 zurück.

Das sind die größten Flughäfen der Welt
Mega-Flughafen in Peking eröffnet im Oktober 2019
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Der neue Flughafen der chinesischen Hauptstadt soll im Oktober 2019 eröffnen. Der Mega-Bau soll mehr als zehn Milliarden Euro kosten. Das Passagieraufkommen dürfte zunächst bei rund 45 Millionen Fluggästen pro Jahr liegen. Peking-Daxing hat aber eine maximale Kapazität von rund 100 Millionen Personen pro Jahr – und könnte damit größter Flughafen der Welt werden. Das Großprojekt ist 67 Kilometer südlich der Hauptstadt geplant und soll den im Norden gelegenen, bisherigen Haupt-Flughafen entlasten.

Platz 20: Bangkok
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Am Suvarnabhumi International Airport in der Hauptstadt von Thailand wurden 2016 knapp 55,9 Millionen Fluggäste registriert und damit 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: International Air Transport Association

Platz 19: Incheon
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Gut 57,8 Millionen Passagiere flogen dort im vergangenen Jahr. Damit stieg die Zahl der Reisenden gegenüber dem Vorjahr um 17,1 Prozent. Bislang war der Airport westlich von Seoul auf dem 22. Platz der Rangliste.

Platz 18: Denver
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Der internationale Airport im US-Bundesstaat Colorado begrüßte zuletzt rund 58,3 Millionen Reisende. Dies ist ein Zuwachs um gut acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Platz 17: Singapur
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Der Flughafen des asiatischen Stadtstaats fiel im Ranking um einen Rang. Im vergangenen Jahr landeten und starteten dort gut 58,7 Millionen Menschen.

Platz 16: New York JFK
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Der JFK Airport in New York kletterte durch einen Zuwachs von 3,5 Prozent einen Rang nach oben. 2016 starteten oder landeten dort gut 58,9 Millionen Reisende.

Platz 15: Guangzhou
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Der südchinesische Airport darf sich ebenfalls über Zuwächse freuen. Mit einem Plus von 8,2 Prozent kletterte um zwei Plätze nach oben. Im vergangenen Jahr waren dort gut 59,7 Millionen Passagiere zu Gast.

Die Fraport-Tochter Daport hatte nach Angaben der Frankfurter 2006 die Lizenz für den Betrieb des Flughafens erhalten, der eigentlich 2010 eröffnet werden sollte. Doch es gab Verzögerungen und auch eine Änderung der politischen Rahmenbedingungen, deshalb zog sich Fraport 2015/16 aus dem Projekt zurück, wie ein Sprecher erläuterte. Der Flughafen mit einer Kapazität von zehn Millionen Passagieren pro Jahr wurde schließlich Anfang dieses Monats eröffnet.

Zum Fraport-Konzern gehören neben dem Frankfurter Airport mehrere Flughäfen im Ausland, etwa in Griechenland, der Türkei und Russland, außerhalb Europas in China, Indien und Peru. Der Flughafen im Senegal wäre der erste Airport des Konzerns in Afrika gewesen. Die Aktien notierten am Mittwoch knapp ein Prozent im Minus.

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  • dpa
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