Verdacht auf Preisabsprachen
Schweizer Kartellbehörde geht Leasingfirmen an

Das Segment stellt große Teile des Schweizer Leasingmarktes – umso mehr dürfte es die Wettbewerbshüter stören, dass einige Auto-Leasing-Anbieter wohl gemeinsame Sache machen. Mit dieser Praktik könnte bald Schluss sein.
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ZürichDie Schweizer Wettbewerbshüter wollen den Autoleasing-Anbietern des Landes genauer auf die Finger schauen. Es gebe Anzeichen dafür, dass eine Reihe von Firmen ihre Preise abgesprochen hätten, teilte die Wettbewerbskommission (WEKO) am Dienstag mit. Im Visier der Behörde stehen neun Firmen, darunter die Schweizer Leasing-Gesellschaften von BMW, Ford und Mercedes-Benz. Auch die Leasingfirma des Volkswagen -Importeurs Amag steht auf der Verdachtsliste. Sie alle sollen Informationen über Leasingraten, Zinssätze und andere Vertragskonditionen wie Händlerkommissionen ausgetauscht haben. Bei den Unternehmen seien Hausdurchsuchungen durchgeführt worden.

Ein BMW-Sprecher erklärte, der deutsche Automobilhersteller untersuche die Vorwürfe. Ein Amag-Sprecher sagte, der Autoimporteur konkurriere weder direkt noch indirekt mit den anderen Leasing-Firmen, weil diese sich auf ihre eigenen Marken konzentrierten. Ford wollte sich nicht äußern. Die Mercedes-Obergesellschaft Daimler war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.

Autoleasing macht eine Studie der Credit Suisse zufolge über ein Drittel des 23,2 Milliarden Franken (rund 19 Milliarden Euro) großen Schweizer Leasing-Marktes aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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