Verdes wird Hochtief-Chef: Will ACS bei Hochtief Kasse machen?

Verdes wird Hochtief-Chef
„Ein Mann, der die Bausprache spricht“

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Will ACS bei Hochtief Kasse machen?

ACS hatte sich nach einem langen Übernahmekampf im vergangenen Jahr die Mehrheit an Hochtief gesichert. Daraufhin ging Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter, der sich vehement gegen das Ende der Unabhängigkeit des mehr als 81.000 Mitarbeiter starken Traditionskonzerns gewehrt hatte. Perez wollte Hochtief auch übernehmen, um das Geschäft von ACS international auf eine breitere Basis zu stellen und seinen Konzern unabhängiger vom spanischen Heimatmarkt zu machen.

Ursache der Krise in Spanien ist vor allem das Platzen der Immobilienblase, was auch die Baukonjunktur einbrechen ließ. Durch den rigiden Sparkurs der Regierung in Madrid könnten nun die öffentlichen Ausgaben und Aufträge weiter sinken.

Der mit rund 9,2 Milliarden Euro verschuldete spanische Konzern hatte erst vor kurzem eingeräumt, dass er einen großen Teil seiner Hochtief-Aktien an die Großbank BBVA verpfänden musste. Lange hatte Hochtief wegen Problemen mit der Australien-Tochter Leighton ACS keine Freude bereitet. Im dritten Quartal schrieben die Essener aber wieder schwarze Zahlen und polierten die ACS-Bilanz auf.

Analysten und Aktionärsschützer rechnen aber damit, dass ACS bei Hochtief Kasse machen will. Neben dem Flughafengeschäft und einer Immobilientochter, die bereits seit Jahren auf der Verkaufsliste stehen, könnte ACS nun auch eine Trennung von Leighton oder den Hochtief-Beteiligungen in Nordamerika erwägen.

Sorge bereitet Hochtief derzeit das Europageschäft. Der Auftragseingang liegt dort unter den Erwartungen. Die „Wirtschaftswoche“ hatte berichtet, Hochtief wolle rund 700 Stellen streichen. „Die laufende Analyse des Europageschäfts ist noch nicht abgeschlossen“, betonte dagegen ein Firmensprecher. „Es gibt erst recht keine Beschlüsse in irgendeine Richtung.“

 
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  • So profitabel wie Spanien?

    So profitabel wie die spanischen Banken, die ACS das Geld geliehen haben, um HochTief-Aktien zu kaufen?

    So profitabel wie ACS selbst?

    Spanien kauft HochTief mit dem Geld des deutschen Steuerzahlers (über Target 2, ESM, EFSF, Bankenunion) und die deutschen Politiker schauen nur zu .

    Die CDU ist eine konservative Partei, aber sie arbeitet für das konservative Ausland und nicht für die Interesssen der eigenen Bürger.

    Unsere Presse freut sich darüber.

    Was ist das bloß für ein Land? Wem müssen wir die Beine brechen?

  • Ne ACS ist nicht "pleite", sie haben sich nur entschieden über den HY-, Junk-, Leveraged-Market (nennen sie wie sie es wollen) zu finanzieren, was gerade bei M&A als Corporate Strategy sinnvoll ist.

    Ich denke nicht dass Hochtief zerschlagen wird. ACS wird Hochtief und seine Tochtergesellschaften/Beteiligungen ein bisschen entflechten (z.B. Leighton, Turner, Flatiron, E.E. Cruz, usw.) und sich dann oben drauf setzen. Eigentlich ist ja ACS mehr eine Beteiligungsgesellschaft als ein Konzern. Ok, eigentlich wird Hochtief-Konzern zerschlagen, und auf die Kerngesellschaft Hochtief reduziert.

    Nunja. Wenn die die Mehrheit der Hochtief-Gläubiger durch ACS-Gläubiger ausgezahlt werden, ist die Sache vom Tisch.

  • Ich erinnere da an den Münchner Milliardär August Baron von Finck.

    Dieser besaß 25% an Hochtief, mit der Zusicherung, sich langfristig engagieren zu wollen.

    Doch dann verkaufte er (der Gier wegen), diese 25% an die Spanier. Mit diesen 25% hatte er eine Sperrminorität bei Hochtief.

    Er öffnete damit erst das Tor für den Einfall der Spanier.

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