Verdi empört
Real und Extra kappen übertarifliche Leistungen

Die freiwilligen übertariflichen Leistungen für die insgesamt rund 55 000 Mitarbeiter der Metro-Vertriebslinien Real und Extra in Deutschland werden gestrichen.

HB MÖNCHENGLADBACH. Mit Wirkung 31. Dezember 2005 seien Vereinbarung über diese Sonderleistungen mit dem Gesamtbetriebsrat gekündigt worden, bestätigte eine Sprecherin der SB-Warenhauskette Real am Montag in Mönchengladbach. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte den Schritt der Unternehmen scharf. Letztlich würden nun die Mitarbeiter für Preissenkungen zur Kasse gebeten.

„Wir sind zu diesem Schritt gezwungen, um die Ertragskraft unseres Unternehmens steigern und damit Arbeitsplätze sichern zu können“, sagte die Real-Sprecherin. Andere Handelsunternehmen zahlten solche Sonderleistungen zum Teil gar nicht. Dem Gesamtbetriebsrat wird den Unternehmensangaben zufolge nun eine Vereinbarung angeboten, die Zahlungen in Abhängigkeit vom Erfolg des Unternehmens vorsehen soll.

Die Streichung der freiwilligen übertariflichen Leistungen führe zu tiefen finanziellen Einschnitten für die Mitarbeiter, betonte der Verdi-Sekretär Rainer Kuschewski. Eine Vollzeit-Verkäuferin müsse künftig mit rund 630 € weniger im Jahr auskommen. Gestrichen worden seien das übertarifliche Weihnachtsgeld, das Jubiläumsgeld für langjährige Betriebszugehörigkeit, Verpflegungszuschuss und Aufwandsentschädigung zur Reinigung der Berufsbekleidung. Bei dem bestehenden Metro-System zur erfolgsabhängigen Zahlung würden viele Mitarbeiter leer ausgehen.

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