Verdi erwartet Votum für Streik
Urabstimmung über Streiks bei Lufthansa begonnen

Zum Auftakt der Urabstimmung über einen Streik bei der Lufthansa hat sich Verdi-Verhandlungsführer Erhard Ott kämpferisch gezeigt: "Es riecht sehr nach Streik."

HB BERLIN. "Wir werden den Arbeitskampf so organisieren, dass wir wirtschaftlich das Unternehmen treffen", sagte Ott am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. "Wir werden in allen Geschäftsfeldern, bei Technik, im Cargo-Bereich, im Catering-Bereich und beim Bodenpersonal und in der Kabine den Arbeitskampf organisieren. Und wir werden den Versuch unternehmen, so schnell wie möglich zu einem Ergebnis zu kommen in neuen Verhandlungen mit der Lufthansa." Dabei würden natürlich auch die Fluggäste betroffen. "Das ist leider unausweichlich."

Die Arbeitgeberseite habe bisher nur "leichte Verbesserungen im Millimeterbereich" angeboten. Lufthansa habe sich auf die Entwicklungen im Markt "hervorragend" eingestellt, sagte Ott. Die Mitarbeiter wollten nach Einkommenseinbußen und ihren Sanierungsbeiträgen in den letzten Jahren nun an den guten Einnahmen teilhaben.

Die Urabstimmung über einen Streik bei der Lufthansa hat am heutigen Dienstag begonnen. Laut Gewerkschaftssprecher Harald Reutter soll das Ergebnis am 25. Juli vorliegen. Erste Streiks seien dann noch im Juli möglich.

Die Tarifverhandlungen für das Boden- und Kabinenpersonal waren von der Gewerkschaft am vergangenen Donnerstag für gescheitert erklärt worden. Verdi fordert 9,8 Prozent höhere Einkommen für ein Jahr, die Lufthansa hatte zuletzt 6,7 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung angeboten. Das Gesamtvolumen der Offerte belief sich damit laut Lufthansa auf 7,7 Prozent bei einer Laufzeit von 21 Monaten.

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