Verdi Gewerkschaft droht mit Streiks an deutschen Flughäfen

Wegen fehlender Fortschritte bei den Tarifverhandlungen, droht die Gewerkschaft Verdi in den kommenden Monaten mit Streiks an deutschen Flughäfen. Ob es dazu kommt, wird am kommenden Freitag entschieden.
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Die Gewerkschaft Verdi droht mit Streiks. Beim Flughafen-Bodenpersonal soll es zu Arbeitskämpfen kommen. Quelle: dpa
Streiks beim Bodenpersonal

Die Gewerkschaft Verdi droht mit Streiks. Beim Flughafen-Bodenpersonal soll es zu Arbeitskämpfen kommen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Dienstleistungsgewerkschaft Verdi droht in den nächsten Monaten mit Streiks bei den Flughafen-Bodendiensten. „Es wird voraussichtlich zu Arbeitskämpfen kommen“, sagte Verdi-Bundesvorstand Christine Behle am Freitag in Berlin. Die Gespräche an einer Reihe von Flughäfen, darunter Frankfurt, zeigten kaum Fortschritte. In Deutschland sind bei den Bodendiensten wie Gepäck- und Fluggastabfertigung oder Betankung von Flugzeugen gut 30.000 Menschen beschäftigt. Konkrete Streik-Termine nannte Behle noch nicht. Am nächsten Freitag werde die Lage bewertet und Entscheidungen getroffen.

Besonders lange werde bereits in Hamburg und Berlin verhandelt, sagte Behle. An den Berliner Flughäfen habe es bislang nicht einmal ein Angebot der Arbeitgeber gegeben. Für die Niedriglohn-Arbeitsplätze fordere man zwischen einem und zwei Euro mehr Lohn pro Stunde.

Das sind Deutschlands unpünktlichste Flughäfen
Platz 9: Flughafen Berlin Tegel
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Die Datenbank des Fluggastdienstleisters EUclaim gibt Auskunft darüber, auf welchen deutschen Flughäfen der Flieger besonders oft zu spät abhebt – oder gar ganz annulliert wird. Der zweite Wert liegt bei Tegel in den Flop drei, 1,7 Prozent aller Flüge wurden 2016 gestrichen. Mit einer Verspätungsquote von 0,14 Prozent liegt Tegel auf dem geteilten neunten Platz, gemeinsam mit...

Quelle: Datenbank EUclaim

Platz 9: Flughafen München
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...dem Flughafen der bayrischen Landeshauptstadt. Auch hier verspäteten sich im letzten Jahr 0,14 Prozent der Flüge. Gezählt werden dabei alle Verspätungen über 180 Minuten. Bei der Ausfallquote liegt München mit 1,76 Prozent Annullierungen bundesweit auf dem zweiten Platz.

Platz 8: Flughafen Düsseldorf
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Auf dem Flughafen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt verspäteten sich im vergangenen Jahr 0,18 Prozent aller Flüge um mehr als drei Stunden. Annulliert wurden 1,49 Prozent.

Platz 7: Flughafen Hamburg
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Der im vergangenen Jahr in „Helmut-Schmidt-Flughafen“ umbenannte Hamburger Airport verzeichnete 2016 bei 0,22 Prozent aller Flüge große Verspätungen. Ganz gestrichen wurden 1,41 Prozent.

Platz 5: Flughafen Stuttgart
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Auch Stuttgart teilt sich bei den Verspätungen seine Platzierung im Ranking: 0,26 Prozent aller Flüge waren 2016 hier stark verspätet. 1,33 Prozent fielen aus.

Platz 5: Frankfurt
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Deutschlands größter Flughafen verzeichnete 2016 ebenfalls 0,26 Prozent Verspätungen. Annulliert wurden 1,67 Prozent aller Verbindungen.

Platz 2: Flughafen Köln/Bonn
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Und weiter geht es mit geteilten Plätzen – 0,42 Prozent Verspätungen sind der zweitschlechteste Wert im Ranking. Gleich drei deutsche Airports weisen ihn auf, darunter der Flughafen Köln/Bonn. Der Airport der Domstadt musste allerdings nur 1,26 Prozent aller Verbindungen ganz streichen, die zweitwenigsten Annullierungen in Deutschland.

Die Gewerkschafterin beklagte, dass sich auch die Arbeitsbedingungen an den Flughäfen weiter verschlechterten. Es bestehe ein wachsender Kostendruck, da die Dienste alle sieben Jahre neu ausgeschrieben würden und der Wettbewerb hart sei. Der Konkurrenzdruck auch bei den Fluglinien wirke sich zusätzlich aus.

Die Luftfahrtbranche wird immer wieder von Streiks getroffen. Voriges Frühjahr machte Verdi mit einer Streikwelle an Flughäfen Druck in den Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst. Eine Million Lufthansa-Passagiere saßen fest, da auch die beiden großen Drehkreuze Frankfurt und München betroffen waren. Im Herbst streikten die Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Eurowings, und die Piloten der Konzernmutter gingen im November sechs Tage lang in den Ausstand. Ihr Arbeitskampf zieht sich schon seit dem Frühjahr 2014 hin.

  • rtr
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