Verdi-Proteste
Post-Streik auf sieben Bundesländer ausgeweitet

3,6 Millionen Briefe und 150 000 Pakete – so viele Sendungen wurden laut Schätzungen am Samstag nicht zugestellt, weil die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks gegen die Post auf sieben Bundesländer ausgeweitet hat. Hauptgrund des Protests: Die Post will die Arbeitszeiten für die bei ihr beschäftigten Beamten erhöhen.

HB BERLIN. Im Streit um Arbeitszeiten und Beschäftigungsgarantien bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi ihren Warnstreik am Samstag auf sieben Bundesländer ausgeweitet. Rund 3 700 Beschäftigte seien in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg in den befristeten Ausstand getreten, teilte Verdi mit. Insgesamt seien rund 3,6 Millionen Briefe und 150 000 Pakete nicht zugestellt worden. In der kommenden Woche will Verdi den Druck auf die Post erhöhen. Für Mittwoch ist die dritte Verhandlungsrunde geplant.

Verdi wehrt sich mit dem mittlerweile seit fünf Tagen dauernden Warnstreik gegen die Erhöhung der Arbeitszeit für die noch 55 000 Beamten der Post von 38,5 auf 41 Stunden. Die Gewerkschaft befürchtet, dass dann auch die Arbeitszeit der 130 000 Tarifbeschäftigten verlängert wird. Im Fall von längeren Arbeitszeiten will Verdi zehn zusätzliche Urlaubstage für die Angestellten durchsetzen. Bislang haben sie nach Angaben der Post im Schnitt 30 Urlaubstage pro Jahr. Verdi fordert zudem den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum 30. Juni 2011. Die Beschäftigungsgarantie bei der Post lief zum 31. März aus. In diesem Jahr steht zudem die Lohnrunde bei der Post bevor.

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