Verdi
Vorerst keine Warnstreiks bei Lufthansa

Die Gewerkschaft Verdi sieht vorerst von weiteren Warnstreiks bei der Lufthansa ab. Grund ist ein neues Angebot des Unternehmens, welches Verdi in der nächsten Verhandlungsrunde erwartet. Seit Februar wird verhandelt.
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MünchenPassagiere der Lufthansa müssen vorerst nicht mit weiteren Warnstreiks rechnen: Die Gewerkschaft Verdi will vor der nächsten Verhandlungsrunde am 17. April auf Arbeitsniederlegungen verzichten, wie eine Sprecherin am Montag in Berlin sagte. Verdi habe am Wochenende „Signale“ von der Lufthansa bekommen, dass das Unternehmen in der dritten Runde Angebote zur Beschäftigungssicherung und zum Gehalt vorlegen werde.

Die Tarifverhandlungen laufen seit Ende Februar. Verdi verlangt für die rund 33.000 Lufthansa-Beschäftigten 5,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten; für die Gewerkschaft zentral ist die Forderung nach Beschäftigungssicherung. Zudem will sie Verbesserungen für die Auszubildenden im Konzern erreichen. Warnstreiks der Beschäftigten vor der zweiten Verhandlungsrunde hatten die Lufthansa Ende März gezwungen, hunderte Flüge zu streichen.

Die größte deutsche Fluggesellschaft durchläuft derzeit ein Spar- und Kürzungsprogramm. Der Konzern will unter anderem weltweit 3500 Stellen in der Verwaltung streichen und dadurch zusammen mit anderen Schritten sein Ergebnis im laufenden Geschäft um 1,5 Milliarden Euro verbessern. In den Tarifverhandlungen hatte die Lufthansa bislang neben einer Nullrunde bis Januar 2015 eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde gefordert.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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