Verdi will sich nicht unter Druck setzen lassen
Krisengipfel bei Karstadt-Quelle

Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter des angeschlagenen Warenhauskonzerns Karstadt-Quelle treffen sich heute in Berlin an einem gehem gehaltenen Ort, um die Sanierungspläne voranzutreiben. Die Verhandlungen sind durch einen engen Zeitplan belastet.

HB BERLIN. Einziger Verhandlungspunkt des „Krisengipfels" ist nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) der Sanierungsbeitrag der Belegschaft. 8700 Stellen würden durch betriebsbedingte Kündigungen abgebaut, wenn keine Einigung erzielt werde, hieß es in dem Bericht.

Ein Mitglied des Aufsichtsrates sagte, die Verantwortung liege nun allein bei Gesamtbetriebsrat und Verdi. Wie die „FAS" berichtete, muss der Ergebnisbeitrag der 100.000 Konzernbeschäftigten mindestens 200 Millionen Euro erreichen. Dafür sollen die Mitarbeiter länger arbeiten und auf Urlaub sowie übertarifliche Leistungen verzichten - letzteres stößt bei Verdi-Verhandlungsführerin Franziska Wiethold und Betriebsratschef Wolfgang Pokriefke auf Zustimmung, alles andere aber nicht.

Die Banken haben ihre Kreditzusage ebenso an den Beitrag der Arbeitnehmer geknüpft wie die Gesellschafter ihre Zustimmung zu einer Kapitalerhöhung über 500 Millionen Euro. Größte Anteilseignerin ist Madeleine Schickedanz: Die Familie der Konzernerbin hält 41,5 Prozent von Karstadt-Quelle. Sie und auch die Allianz AG, die über die Dresdner Bank 10,5 Prozent hält, wollen die Kapitalerhöhung mittragen. Die Riedel-Holding, bei der neun Prozent der Aktien liegen, hat der „FAS" zufolge angekündigt, das Paket verkaufen zu wollen.

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