Vereinigung Cockpit Lufthansa und Piloten finden nicht zueinander

Die seit Monaten laufenden Tarifgespräche zwischen Lufthansa und den Piloten befinden sich in einer schwierigen Phase. Vor allem die Bedeutung des Konzerntarifvertrags ist umstritten. Streiks sind wieder im Gespräch.
In dem Tarifstreit hat die Vereinigung Cockpit bislang dreizehn Mal ihre Arbeit niedergelegt. Quelle: dpa
Lufthansa-Piloten

In dem Tarifstreit hat die Vereinigung Cockpit bislang dreizehn Mal ihre Arbeit niedergelegt.

(Foto: dpa)

FrankfurtLange war es ruhig an der Tariffront von Lufthansa. Jenseits der Öffentlichkeit versuchten Management, die Gewerkschaft des Kabinenpersonals UFO und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit endlich eine Lösung in dem seit vier Jahren dauernden Streit um die Altersversorgung zu finden. Doch während die Verhandlungen mit der UFO unter dem Schlichter, dem früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, nach Informationen von Insidern vorankommen, sind die Gespräche mit der Pilotengewerkschaft ins Stocken geraten.

Ein Knackpunkt sind die reinen Finanzen. Zwar haben sich beide Seiten in den letzten Monaten deutlich aufeinander zu bewegt, ist zu hören. Dennoch gibt es noch Diskrepanzen bei den Themen Gehalt und Frührenten für die rund 5000 Piloten. Ein Sprecher der VC bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ über den Streit über die jüngste Offerte des Unternehmens, die die VC ablehnt..

Schwerer wiegt allerdings ein anderer Streit, heißt es in Verhandlungskreisen. So ist die künftige Bedeutung des so genannten Konzerntarifvertrages (KTV) heftig umstritten. Er regelt die bislang recht komfortable Entlohnung sowie die Altersversorgung der Piloten. Die Lufthansa-Spitze will den KTV reformieren und seine Gültigkeit abschwächen. Die VC dagegen pocht auf einer uneingeschränkten Gültigkeit des KTV.

Im Zentrum dieses Streits steht die Billigplattform Eurowings, die Lufthansa unbedingt aus dem KTV heraushalten will und bislang auch herausgehalten hat. So fliegen auf der Langstrecke von Eurowings etwa Piloten von Sunexpress, einem Joint-Venture von Lufthansa und Turkish Airlines.

Das sind die sichersten Airlines der Welt
Platz 15: All Nippon Airways (Japan)
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Die Liste der 15 sichersten Fluglinien eröffnet All Nippon Airways. Im Jahr 2013 hatte ANA von Air Transport World (ATW) den Preis „Airline of the Year 2013“ erhalten. Nach Triebwerksproblemen im selben Jahr rutschte die Airline vom Spitzenplatz aus der Top Ten. ANA erreicht den Wert von 0,018, das macht Platz 15.

Platz 14: Virgin Atlantic Airways (Großbritannien)
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Vergangenes Jahr noch auf Platz 16: Die Flotte der Virgin Atlantic besteht aus 38 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren. Jährlich befördert die Airline 5,3 Millionen Passagiere – bisher ohne jeden Absturz. Platz 14 mit einem Index von 0,017.

Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab.

Platz 13: Qantas (Australien)
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Qantas verlor seit 56 Jahren kein Flugzeug bei einem Unfall. Der letzte tödliche Unfall liegt sogar 69 Jahre zurück. In den vergangenen zwei Jahren reihte sich die Fluggesellschaft in die Top Ten ein. Nun rutscht sie mit einem Index von 0,016 auf Platz 13 ab.

Platz 12: Lufthansa (Deutschland)
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Die größte Airline Deutschlands verpasst wie auch im vergangenem Jahr knapp die Top Ten. Lufthansa kann auf eine sehr gute Sicherheitsbilanz blicken: Der letzte Unfall mit Todesfolge liegt 21 Jahre zurück, in den vergangenen Jahren kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. Im Sicherheitsranking bleibt der Kranich mit einem Index von 0,016 wie im Vorjahr auf Platz zwölf.

Keine Platzierung: Germanwings (Deutschland)
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Die Lufthansa-Tochter Germanwings, die 2015 mit einem vom Copiloten vorsätzlich in die Alpen gelenkten Airbus die Sicherheitsdebatte in der Zivilluftfahrt beherrschte, ist wegen ihrer Verkehrsleistung nicht unter den 60 weltgrößten Airlines. Dadurch verzeichnete 2015 keine Gesellschaft aus der hier betrachteten Gruppe ein größeres Unglück – obwohl es auch Unfälle gab, bei denen Flugzeuge als Totalverlust abgeschrieben werden mussten. Menschenleben waren dabei nicht zu beklagen.

Platz 11: Jetblue Airways (USA)
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Jetblue Airways verzeichnete in ihrer Geschichte keine Zwischenfälle mit Todesopfern oder Flugzeugverluste. Einige Zwischenfälle erlangten jedoch breite mediale Aufmerksamkeit, so wie der im September 2014: Der Jetblue-Flug 1416 musste nach einer Feuermeldung im rechten Triebwerk am Startflughafen notlanden. Aufgrund von Rauch musste eine Person zur Beobachtung ins Krankenhaus. Danach gab es keine Zwischenfälle – Rang elf mit einem Index von 0,016.

Platz 10: TAP Portugal (Portugal)
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Die größte portugiesische Airline TAP Portugal fliegt in Deutschland unter anderem Frankfurt, Hamburg und München an. Mit knapp 80 Flugzeugen in der Flotte gehören die Portugiesen zu den kleinen Mitgliedern der Star Alliance. 39 Jahre ohne Unglück sorgen mit einem Index von 0,015 für eine gute Platzierung im Ranking.

Die Positionen auf beiden Seiten seien komplett verhärtet, berichten Insider. Beide, sowohl das Management als auch die VC fürchteten bei dem Thema einen Gesichtsverlust. Jetzt soll in einem Gespräch am 22. April eine Annäherung versucht werden. Grundsätzlich waren für die Tarifverhandlungen Termine bis in den Mai angesetzt. In dem Tarifstreit haben die Piloten bislang dreizehn Mal ihre Arbeit niedergelegt.

Auch jetzt sind Streiks wieder im Gespräch, so ist zu hören. Doch das Thema ist für die VC heikel. Denn ein Gericht hatte zuletzt einen Ausstand verboten, weil das Thema Eurowings nicht Teil des zu verhandelnden Tarifvertrags ist.

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