Vergleich mit Kleinaktionären
AVA-Übernahme durch Edeka perfekt

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka kann seine Tochter AVA endgültig in den Konzern eingliedern und dann von der Börse nehmen. Das Bielefelder Unternehmen hat sich mit den Minderheitsaktionären des Handelskonzerns AVA auf eine höhere Abfindung verständigt.

HB DÜSSELDORF. Die AVA und die Edeka Zentrale AG & Co KG hätten am Freitag einen Vergleich mit AVA-Aktionären geschlossen, die sich mit Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen die Übernahmebeschlüsse der Hauptversammlung vom Juli 2005 gewandt hatten, teilte AVA mit. Kern der Einigung ist eine Erhöhung der Barabfindung auf 47,50 Euro von 45,32 Euro je Aktie. Der Vergleich werde aber erst dann wirksam, wenn die letzten sechs Kläger ihm zugestimmt hätten, hob die AVA hervor.

Edeka hält 95,03 Prozent an AVA. Die Hauptversammlung des Handelskonzerns hatte der Zwangsabfindung der übrigen Aktionäre mit 99,64 Prozent zugestimmt. Die nur noch im General Standard gehandelten AVA-Papiere wurden am Freitag mit 48 Euro vom Handel ausgesetzt.

Bei der Hauptversammlung der Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher (AVA) im Juli 2005 war die Abfindung der Kleinaktionäre beschlossen worden. Diese hatten sich in teilweise tumultartigen Szenen gegen die Komplettübernahme zu wehren versucht, 29 strengten dann eine Nichtigkeitsklage vor dem Bielefelder Landgericht an. Am Freitag fehlte noch die Zustimmung von fünf Aktionären zu dem Vergleich, die aber an den Vergleichsverhandlungen teilgenommen hatten. Die AVA setzte 2005 rund 5,5 Milliarden Euro um. Wichtigste Sparte des Unternehmens sind die Marktkauf-Warenhäuser.

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