Verhärtete Fronten
Suckale: GDL will offensichtlich keinen Kompromiss

Mit Ablauf der Friedenspflicht für die Lokführergewerkschaft GDL sind die Fronten im Bahn-Tarifkonflikt völlig verhärtet. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale warf der Gewerkschaft vor, gar nicht an einer Lösung interessiert zu sein.

DÜSSELDORF. Die GDL „will offensichtlich keinen Kompromiss. Anstatt zu verhandeln, erstarrt sie in der Rolle des Neinsagers“, sagte Suckale. Gegen drohende Streiks werde die Bahn bei Bedarf auch wieder gerichtlich vorgehen. „Das behalten wir uns selbstverständlich vor“, sagte Suckale. Man werde alles versuchen, „damit die Tarifauseinandersetzung nicht auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen wird“.

Dass im nächsten Schritt ein förmliches Schlichtungsverfahren zwischen den Bahn-Tarifparteien eine Lösung bringen könnte, schloss Suckale aus. „Da die GDL die Schlichtungsvereinbarung zum 31.8.2006 gekündigt hat, ist eine Schlichtung gar nicht möglich“, betonte sie.

Nachdem ein Moderationsverfahren unter Leitung der CDU-Politiker Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler bis Ende September keine Annäherung zwischen den Konfliktparteien gebracht hatte, bereitet sich die GDL nun wieder auf Lokführerstreiks vor. Kern des Streits ist die Forderung der GDL nach einem eigenständigen Tarifvertrag, der Lokführern deutlich stärkere Einkommenszuwächse bringen soll als der Anfang Juli erzielte Kompromiss der Bahn mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA. Dieser sieht Gehaltszuwächse von 4,5 Prozent für alle Eisenbahner vor.

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