Verhandlungen gescheitert
Fluglotsen-Tarifstreit landet vorm Schlichter

Schon in der zweiten Runde sind die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für die deutschen Fluglotsen gescheitert. Am Mittwoch gaben sich dafür die Deutsche Flugsicherung (DFS) und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) gegenseitig die Schuld.

HB LANGEN. Die Gewerkschaft hatte 6,8 % mehr Geld für die knapp 5400 Beschäftigten gefordert. Die DFS bot zuletzt 4,1 % im ersten und 5,3 % im zweiten Jahr. Außerdem sollte es im zweiten Jahr eine ergebnisbezogene Einmalzahlung geben.

Streiks drohen trotz der verfahrenen Situation nicht, da beide Seiten bereits im vergangenen Jahr für den Fall eines Tarifstreits ein Schiedsverfahren vereinbart hatten. Nun wird ein Schlichter gesucht. „Es lag an der Gewerkschaft“, sagte DFS-Sprecherin Anja Tomic. „Es zeichnete sich schon in der ersten Runde ab, dass da nicht viel Verhandlungsbereitschaft ist.“ Obwohl die DFS drei Angebote gemacht habe, sei die Gewerkschaft nicht auf die Arbeitgeber zugegangen.

„Die Angebote der DFS waren völlig unzureichend“, hielt Gewerkschaftssprecher Marek Kluzniak dagegen. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sei gut, zudem sei die Arbeitsbelastung für die Beschäftigten wegen der Zunahme des Flugverkehrs gestiegen. „Die Leute müssen härter arbeiten und sollten deswegen angemessen am Gewinn beteiligt werden.“ Die GdF vertritt nach eigenen Angaben 80 % der Fluglotsen in Deutschland.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH mit Hauptsitz in Langen bei Frankfurt ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen. Die Mitarbeiter koordinieren täglich mehrere tausend Flugbewegungen über Deutschland, sowie Starts und Landungen auf den bundesweit 17 internationalen Flughäfen.

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