Verhandlungen zwischen Bahn und GDL abgebrochen
Lokführer drohen wieder mit Arbeitskampf

Der Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL flammt neu auf. Die Verhandlungen über einen Grundlagentarifvertrag wurden am Montag ergebnislos abgebrochen.

HB BERLIN. Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn haben sich die Fronten wieder verhärtet. Die Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) haben ihre Verhandlungen über einen Grundlagentarifvertrag, der die künftige Zusammenarbeit regeln soll, ohne Einigung unterbrochen.

Die Bahn macht einen solchen Tarifvertrag zur Bedingung, damit der Ende Januar ausgehandelte Entgelttarifvertrag in Kraft treten kann. Die GDL hatte mit neuen Streiks gedroht, falls dieser Tarifvertrag bis zum 7. März nicht unterzeichnet ist.

Grundsätzlich hatten sich beide Seiten auf Einkommenserhöhung von elf Prozent in zwei Stufen verständigt, der Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben. „Wir werden der Bahn den Lokführer-Tarifvertrag jetzt zur Unterschrift vorlegen“, sagte die GDL-Sprecherin. Über das weitere Vorgehen will die Gewerkschaftsspitze an diesem Dienstag in Frankfurt informieren.

Am Montag verhandelten Bahn und GDL über den fünften Entwurf eines Grundlagentarifvertrages. Auch dieser Entwurf sei nicht akzeptabel gewesen, weil er die Eigenständigkeit der GDL stark eingeschränkt hätte, sagte eine GDL-Sprecherin.

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