Verhütung: Absatz der „Pille danach“ seit Sommer stabil

Verhütung
Absatz der „Pille danach“ seit Sommer stabil

Um die Rezeptfreiheit der „Pille danach“ gab es heftige Diskussionen. Die Nebenwirkungen könnten erheblich sein, kritisierten die Gegner der Freigabe damals. Ein Jahr nach der Freigabe geben die Apotheker Entwarnung.

BerlinMit der Rezeptfreiheit der „Pille danach“ ist die Nachfrage zwar deutlich gestiegen, hat sich aber rasch auf diesem Niveau eingependelt. Seit Sommer letzten Jahres liegt der Absatz ziemlich konstant bei etwa 60.000 Packungen (Einheiten) im Monat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Statistik der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Seit März 2015 können Frauen Präparate für die Verhütung nach Geschlechtsverkehr direkt in der Apotheke bekommen. Der Arzt muss sie nicht mehr extra verschreiben. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der sich lange gegen die Rezeptfreiheit gesperrt hatte und schließlich von EU-Vorgaben zu dem Schritt veranlasst wurde, setzt nun auf Beratung der häufig jungen Frauen und Mädchen durch die Apotheker.

Einen Absatz-Höchststand erreichten die Notfall-Verhütungsmittel im vergangenen August mit mehr als 62.000 Packungen. Im September ging er dagegen wieder deutlich zurück auf gut 55.800, um bis Ende des Jahres wieder auf etwas mehr als 61.000 zu steigen. Im Februar 2015, dem Monat vor der Rezeptfreiheit, hatte der Absatz noch bei etwas mehr als 38.000 Einheiten gelegen.

Erhältlich sind die Präparate Ellaone, PiDaNa, Unofem Hexal, Pastinor und Levonoraristo. Ellaone war als erstes Präparat im März am Start und konnte seine Umsätze entsprechend steigern. Da es aber das mit Abstand teuerste Präparat ist, konnten die Anderen am rezeptfreien Markt zulegen.

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Absatz der „Pille danach“ seit Sommer stabil

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Anstieg der Nachfrage

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