Verkäufe und Umstrukturierungen
Ahold verfehlt Prognose

Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat in den ersten 16 Wochen des Jahres weniger verdient, als es Analysten erwartet haben.

HB AMSTERDAM. Als Grund wurden Verkäufe und Umstrukturierungen im Unternehmen angegeben. Nach 349 Mill. € vor einem Jahr erwirtschaftete Ahold 346 Mill. € operativen Gewinn, wurde am Dienstag in Amsterdam mitgeteilt. Unterm Strich brach der Überschuss von 298 auf 134 Mill. € ein. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 13,0 Mrd. €. Einen Anstieg der Gewinne erwartet Ahold erst in der zweiten Jahreshälfte. Im ersten Quartal verringerte sich der Schuldenstand von 7,1 im Vorquartal auf 6,5 Mrd. €. Der Einbruch beim Überschuss geht laut Ahold in erster Linie auf den Sonderertrag durch die Neubewertung des Anteils am skandinavischen Joint-Venture ICA vor einem Jahr zurück.

Der Einzelhandelskonzern wies seine Zahlen für das abgelaufene erste Quartal erstmals nach IFRS aus. Nach bisheriger Rechnungslegung war für das Vorjahr ein Nettoverlust von 405 Mill. Euro ausgewiesen worden. Ahold bekräftigte die Prognosen für das Geschäftsjahr 2006. Im Lebensmitteleinzelhandel soll der Umsatz danach um 5 % wachsen, die operative Marge 5 % erreichen und eine 14-prozentige Rendite auf die Vermögenswerte erwirtschaftet werden.

CEO Anders Moberg äußerte sich zufrieden mit der Umsetzung der Strategie “Road to Recovery“. Die Erholung der Sparte U.S. Foodservice laufe nach Plan. Moberg bekräftigte, dass der Lieferant von Vorprodukten für die Gastronomie nicht verkauft werden solle. Bei einem Umsatzwachstum von 0,9 % in Dollar erzielte der Geschäftsbereich, der etwa ein Drittel zum Gesamtumsatz des Konzerns beiträgt, mit 17 (minus 21) Mill. Euro ein positives operatives Ergebnis.

Die Nettoverschuldung sank unterdessen bis zum Ende des ersten Quartals auf 6,5 Mrd. Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres 2004 am 2. Januar hatte Ahold noch Außenstände von 7,1 Mrd. Euro ausgewiesen. Wie bekannt sanken die Umsätze im ersten Quartal nominal um 1,0 %. Bereinigt um Wechselkurseffekte - vor allem aus dem schwachen Dollar - erzielte Ahold jedoch ein Umsatzwachstum von 2,6 %.

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