Verkauf der Postbank
Post-Aktionäre fordern Sonderausschüttung

Einen Erlös im einstelligen Milliardenbereich soll der Verkauf der Postbank bringen. Die Aktionäre wollen ein Stück vom Kuchen, ihre Vertreter melden schon jetzt Ansprüche an. Postchef Appel ist im Dilemma.

FRANKFURT. Beim Verkauf der Postbank sieht sich die Deutsche Post schon jetzt Forderungen von Aktionärsvertretern nach einer Sonderausschüttung ausgesetzt. "An einem Bonus oder einer Sonderdividende für Aktionäre wird die Post nicht vorbeikommen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker. Die Anteilseigner müssten an dem Verkaufserlös im einstelligen Milliardenbereich beteiligt werden.

Die Post, die in dieser Woche erstmals offiziell Verkaufsgespräche bestätigt hatte, hält 50 Prozent plus einer Aktie an der nach Kundenzahl größten deutschen Privatkundenbank. Postchef Appel hingegen dürfte einen großen Teil des Verkaufserlöses für das Kerngeschäft Logistik verwenden wollen. Die Forderungen der DSW dürften nicht die letzten sein. Bei solchen Transaktionen lassen gewöhnlich auch Hedge-Fonds von sich hören, die zuvor in die Aktie einsteigen, weil sie auf Sonderausschüttungen spekulieren.

Nicole Bastian
Nicole Bastian
Handelsblatt / Ressortleiterin Ausland
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