Verkauf des Aktienpakets läuft trotz der Finanzkrise plangemäß weiter
Lufthansa ist Favorit bei Austrian Airlines

Die Lufthansa gilt als Favorit für einen Einstieg bei Austrian Airlines. Schon jetzt arbeiten beide Fluglinien eng zusammen, außerdem gibt es Kooperationen beim Catering und bei der Technik. Zur Zeit schreibt die österreichische Airline rote Zahlen.

WIEN/FRANKFURT. Die Deutsche Lufthansa hat die besten Aussichten auf einen Einstieg bei Austrian Airlines (AUA). Das verlautete gestern aus Unternehmenskreisen in Wien. Sowohl die Fluggesellschaft als auch die staatliche österreichische Industrieholding ÖIAG würden die AUA-Staatsanteile am liebsten an die deutsche Airline verkaufen.

Die Lufthansa sei der "natürliche Partner" für die AUA, hieß es. Über das Flugbündnis "Star Alliance" arbeiten beide Gesellschaften schon jetzt eng zusammen. Außerdem gibt es Kooperationen in der Technik und beim Catering. Ein Sprecher der Lufthansa wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

Der Verkaufsprozess geht in dieser Woche zu Ende. Heute müssen Bewerber ihre offiziellen Angebote abgeben und spätestens am Freitag den Preis für das AUA-Aktienpaket mitteilen. In der kommenden Woche tagt der Aufsichtsrat der ÖIAG, der die AUA-Beteiligung für den österreichischen Staat managt und verwaltet. Am Montag soll dann der neue AUA-Haupteigner feststehen.

Im Sommer hatte die österreichische Regierung den Verkauf ihres AUA-Anteils beschlossen. Mit knapp 43 Prozent ist die Alpenrepublik immer noch der größte Anteilseigner. In Österreich glaubt kaum noch jemand, dass die AUA auf Dauer allein überleben kann.

Wegen ihrer Flugverbindungen nach Osteuropa gilt die AUA zwar als geschätzter Partner. Trotzdem wird das Unternehmen in diesem Jahr rote Zahlen schreiben. Im Sommer hatte Austrian Airlines mitgeteilt, dass das Minus in diesem Jahr bei 90 Mio. Euro liegen wird.

Die weltweite Finanzkrise hat die Situation nun noch verschärft. Ende vergangener Woche kündigte die AUA an, dass die Verluste in diesem Jahr voraussichtlich auf 120 Mio. Euro klettern werden. Der Verlust könnte weiter wachsen, sollte die Finanzkrise auch Osteuropa so richtig erfassen.

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