Verkauf für mehr als 300 Millionen Euro
Agiv-Tochter Dreag geht wohl an Goldman Sachs

Der zur Goldman Sachs zählende New Yorker Immobilienfonds Whitehall soll den Zuschlag für die zur insolventen Agiv AG gehörende Immobilientochter Deutsche Real Estate AG (Dreag) erhalten.

HB HAMBURG. „Auf der Basis der Angebotsauswertung schlage ich vor, dem Angebot des Investors Whitehall den Vorzug zu geben“, heißt es in einem Schreiben des Agiv-Insolvenzverwalters Reinhard Titz an die Gläubigerbanken, das dem Handelsblatt vorliegt. Zu den Kreditinstituten gehören unter anderem die HSH Nordbank, Bayrische Landesbank, die Eurohypo sowie die Hypo-Vereinsbank. Der Agiv-Insolvenzverwalter hatte erst vor einigen Tagen bekanntgegeben, dass er nach einem Auswahlverfahren exklusiv nur noch mit einem Bieter verhandelt. Den Namen hatte er aber nicht genannt.

Der US-Fonds will für die Deutsche Real Estate AG mehr als 300 Millionen Euro zahlen. Damit hätte sich Goldman Sachs gegen den Bonner Immobilienkonzern IVG, den britischen Fonds Patron Capital, die US-Investmentbank Citigroup und die Hamburger Reederei Rickmers durchgesetzt.

Die Deutsche Real Estate AG ist das Kernstück der zusammengebrochenen Agiv Real Estate AG. Sie umfasst rund 60 Gewerbeimmobilien unter anderem in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, München und Dresden. Die Dreag hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von knapp zehn Millionen Euro erwirtschaftet.

Mit einem Einstieg bei der Dreag spart sich der US-Fonds einen teuren Börsengang in Deutschland, da die Gesellschaft bereits im Amtlichen Handel notiert ist.

Sprecher von Goldman & Sachs sowie der Agiv gaben keinen Kommentar ab. Der Agiv-Insolvenzverwalter war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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