Verkauf von Schleich
Die Schlümpfe suchen ein neues Zuhause

Spielzeughersteller Schleich, der auch die „Schlümpfe“ produziert, steht offenbar zum Verkauf. Laut Insider-Berichten sucht Investor HgCapital seit einiger Zeit nach einem Käufer für das schwäbische Unternehmen.
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FrankfurtDie „Schlumpf“-Spielfiguren sollen ein neues Zuhause bekommen: Der britische Finanzinvestor HgCapital sucht seit kurzem wieder einen Käufer für den schwäbischen Spielzeughersteller Schleich, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Unternehmens- und Finanzkreisen erfuhr. HgCapital sowie Schleich-Geschäftsführer Erich Schefold wollten sich am Freitag nicht zu den Plänen äußern, von denen zwei Insider gesprochen hatten. Schefold bezifferte den Umsatz im vergangenen Jahr auf rund 100 (2010: 94) Millionen Euro, die Umsatzrendite sei in etwa gleich geblieben. 2010 hatte Schleich 21,4 Millionen Euro vor Steuern verdient. „Im Branchenvergleich sind wir ein sehr profitables Unternehmen“, sagte Schefold Reuters.

Die weiß-blauen „Schlumpf“-Figuren aus der gleichnamigen Zeichentrick- und Comicserie machen aber nur noch fünf bis acht Prozent des Umsatzes von Schleich aus. Zwei Drittel entfallen auf Bauernhof- und Wildtierfiguren. Daneben fertigt die Firma aus Schwäbisch Gmünd mit 350 Mitarbeitern Ritterfiguren und handbemalte Saurier.

Mit der Organisation des Verkaufs beauftragt ist den Kreisen zufolge die US-Investmentbank Goldman Sachs. Der Prozess soll im ersten Quartal 2013 starten. In den Büchern von HgCapital steht Schleich mit 165 Millionen Euro. Beim Verkauf darf der 2006 bei Schleich eingestiegene Investor auf mehr hoffen: Große börsennotierte Konkurrenten wie Hasbro und Mattel notieren beim Sieben- bis Neunfachen des operativen Gewinns. Auf dieser Basis wäre Schleich 175 bis 225 Millionen Euro wert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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