Verkauf von Tengelmann an Edeka: Unternehmen gehen weiter auf Kartellamt zu

Verkauf von Tengelmann an Edeka
Unternehmen gehen weiter auf Kartellamt zu

Die Tengelmann-Gruppe will ihre Supermärkte an den Konkurrenten Edeka verkaufen. Wegen der hohen Marktkonzentration hat das Kartellamt Bedenken. Nun gehen die Unternehmen einen Schritt auf die Wettbewerbshüter zu.
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DüsseldorfIm Streit mit dem Bundeskartellamt über die geplante Übernahme der 451 Supermärkte von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka gehen die Unternehmen einen weiteren Schritt auf die Wettbewerbsbehörde zu. „Gemeinsam mit unserem Vertragspartner Edeka haben wir uns entschlossen, der Behörde im Laufe des heutigen Tages ein deutlich erweitertes Zusagen-Angebot (...) zu machen“, informiert Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub die Mitarbeiter in einem Schreiben, das dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegt.

„Darin bieten wir dem Amt nahezu ein Viertel des heute bestehenden Filialnetzes zur Abgabe an Dritte an“, berichtet Haub. Man habe damit die Zahl der Filialen mehr als verdoppelt und sei überzeugt, den wettbewerblichen Bedenken in den betroffenen Markträumen München/Oberbayern sowie in der Stadt Berlin „mehr als genügend Rechnung zu tragen“.

Das Schreiben wurde am Mittwochnachmittag an die Belegschaft verschickt. Zuvor sei auch der Aufsichtsrat von Kaiser’s Tengelmann in einer Telefonkonferenz informiert worden, heißt es darin. Der Tengelmann-Chef geht davon aus, „zeitnah“ eine Rückmeldung vom Kartellamt zu bekommen.

Der Stichtag für die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde bleibe unverändert der 7. April. Tengelmann wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Das Kartellamt war am Abend nicht mehr für eine Stellungnahme erreichbar.

Kirsten Ludowig
Kirsten Ludowig
Handelsblatt / Stellvertretende Ressortleiterin Unternehmen & Märkte

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