Verkaufsprozess läuft – Aktie im Keller
Alitalia grenzt Verluste ein

Die zum Verkauf stehende Fluggesellschaft Alitalia hat ihren Verlust eingedämmt.

HB MAILNAD. Im ersten Quartal sei operativ noch ein Minus von 107 Millionen Euro angefallen nach einem Verlust von 129 Millionen vor Jahresfrist, teilte der italienische Konzern am Dienstagabend mit. Der Umsatz habe um 7,4 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro zugelegt. Zu Jahresbeginn 2006 hatten noch Streiks die Bilanz belastet.

Derzeit läuft der Verkaufsprozess für das angeschlagene Unternehmen. Im Rennen sind noch die russische Aeroflot, der italienische Konkurrent Air One und eine Gruppe um die Beteiligungsgesellschaft Texas Pacific Group.

Der Kurs der Aktie war nach einem Bericht über enttäuschend niedrige Offerten für die Übernahme der Fluggesellschaft heute in den Keller gegangen. Im Mailänder Mittagshandel verbilligte sich das Papier zeitweise um mehr als fünf Prozent auf 0,88 Euro. Zuvor hatte die italienische Finanzzeitung „MF“ berichtet, das bislang höchste vorläufige Gebot für die zum Verkauf stehenden 49,9 Prozent habe die russische Aeroflot mit 0,40 Euro je Aktie eingereicht.

„MF“ zufolge will Air One lediglich 0,10 Euro je Aktie bieten. Die Offerte des Konsortiums liege bei null Euro. Die Investoren hätten allerdings angeboten, die Alitalia-Wandelanleihen mit einer Laufzeit bis 2010 zu kaufen.

Alle drei potenziellen Käufer können ab dem 24. Mai die Bücher von Alitalia prüfen. Bis Ende Juni können die drei Interessenten nun zudem ein bindendes Angebot abgeben. Die italienische Regierung erwartet von einem Käufer mindestens einen Kaufpreis von 1,5 Milliarden Euro sowie Investitionen in gleicher Höhe.

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