Verlust im dritten Quartal gestiegen
Bahn sieht im Fernverkehr weiter Rot

Der Fernverkehr bleibt das Sorgenkind der Deutschen Bahn. Trotz des im August reformierten Preissystems und massiver Kürzungen bei den Investitionen wurde die Wende noch nicht geschafft.

HB BERLIN. Trotz des im August reformierten Preissystems und massiver Kürzungen bei den Investitionen hat die Deutsche Bahn im Fernverkehr noch nicht die Wende geschafft.

Der Betriebsverlust nach Zinsen summiere sich bis Ende September auf 368 Mill. €, heißt es in einem internen Bahn-Papier, das der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag. Im Vorjahr war nach neun Monaten des Jahres noch ein Gewinn von fast 100 Mill. € erzielt worden. Auch die Planvorgaben sahen einen Plus vor.

Der Verlust ist damit im dritten Quartal weiter gestiegen, obwohl die Bahn deutlich weniger investiert hat als ursprünglich beabsichtigt. In die Sparte wurden bis Ende September nur knapp 160 Mill. € und damit fast 300 Mill. € weniger investiert als beabsichtigt. Auch der Umsatz lag mit 2,23 Mrd. € weiterhin um mehr als 11 % unter Vorjahr und mehr als 20 % unter Plan. Die Bahn wollte die Zahlen nicht kommentieren. Ein Sprecher sagte aber, das Unternehmen sei mit dem Trend nach der Änderung des Preissystems im August zufrieden.

Insgesamt sind die Zahlen für den Zeitraum von Juli bis September etwas besser als in den vorigen beiden Quartalen. Allerdings ist dabei neben den massiven Kürzungen bei den Investitionen auch ein Reduzierung des Personals zu berücksichtigen. Bis Ende September waren im Fernverkehr 26 400 Mitarbeiter beschäftigt, mehr als 1000 weniger als im Vorjahr. Vor allem aber ist wegen der Urlaubszeit das dritte Quartal bei der Bahn traditionell stark.

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