Verlust im ersten Halbjahr
Kuoni sieht wegen Reiseflaute weiter Rot

Der Schweizer Reisekonzern Kuoni hat wegen der auch nach dem Ende des Irak-Krieges andauernden Reiseflaute im ersten Halbjahr 2003 einen Umsatzrückgang um 16,9 % auf 1,378 Mrd. Franken verbucht.

Reuters ZÜRICH. Der Verlust der Gruppe betrug 44,1 Mill. Franken nach einem Minus von 47,5 Mill. Franken in der entsprechenden Vorjahresperiode, wie Kuoni am Dienstag mitteilte. Der Verlust fiel damit geringer aus als von Analysten erwartet aus.

Für das Gesamtjahr rechnet Kuoni mit einem Gewinn, der noch etwa halb so hoch ausfallen dürfte wie die 26 Mill. Franken des Vorjahres. Bei den Umsätzen erwartet der fünftgrösste Reiseveranstalter Europas einen Rückgang um zehn Prozent. Das Reisegeschäft leide weiter unter der weltweiten Konjunkturflaute. Im traditionell schwächeren ersten Halbjahr habe neben dem Irak-Krieg die in Asien grassierende Lungenkrankheit SARS die Buchungszahl stark gedrückt. Nachdem im März und April die Reiselust markant gesunken sei, habe der Anstieg der Buchungen im Mai und Juni den Rückgang nur teilweise ausgleichen können.

Der Cash Flow ging im ersten Halbjahr wegen der geringeren Umsätze auf 1,4 (133,9) Mill. Franken zurück, teilte Kuoni weiter mit.

Besonders in der Schweiz sei der Trend hin zu kurzfristigen Buchungen noch einmal verstärkt worden, hiess es weiter. Die Umsätze im Heimmarkt der Gruppe gingen im ersten Semester um 15,4 % auf 356 Mill. Franken zurück. In Grossbritannien und Nordamerika sank der Nettoerlös auf 343 Mill. Franken, was einem Rückgang um 16,5 % entspricht. Bei den Geschäftsreisen ging der Umsatz wegen der Wirtschaftsflaute wie auch wegen SARS um 19 % auf 81 Mill. Franken zurück.

Von Reuters befragte Analysten hatten einen Halbjahresverlust zwischen 50 und 69 Mill. Franken erwartet. Für den Umsatz war ein Rückgang auf 1,5 bis 1,4 Mrd. Franken prognostiziert worden.

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