Verlust im Halbjahr deutlich reduziert
Barilla trimmt Kamps auf Rendite

Die zur italienischen Barilla-Gruppe gehörende Bäckereikette Kamps hat im ersten Halbjahr 2003 ihren Verlust deutlich verringert. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Prognosen.

Reuters DÜSSELDORF. Nach dem Wegfall der außerordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung des Konzerns und der Übernahme durch Barilla im ersten Halbjahr des Vorjahres habe sich der Fehlbetrag auf 4,4 von 35,4 Mill. € im Vorjahr reduziert, teilte der Düsseldorfer Konzern am Dienstag mit. Auf Grund geringerer Abschreibungen sei das Betriebsergebnis (Ebit) trotz der schwierigen Marktlage leicht auf 31,3 Mill. € von 30,3 Mill. € geklettert. Der Konzernumsatz sei um rund zwei Prozent auf 864,4 Mill. € gestiegen. Die Netto-Finanzschulden lägen bei 799,3 Mill. € nach 793,2 Mill. € Ende 2002.

Für das Gesamtjahr erwartet Kamps unverändert einen stabilen Umsatz und eine Erholung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem „zufriedenstellenden“ Ergebnis rechnet Kamps erklärtermaßen in zwei Jahren. Der Konzern soll nach den zahlreichen Zukäufen in den vergangenen Jahren konsolidiert und Bereiche möglicherweise aufgegeben werden. Nähere Einzelheiten hierzu sollen im Herbst veröffentlicht werden. Zum Abbau der Schulden werde Kamps seine 49-prozentige Beteiligung an Harrys für 300 Millionen Euro an Barilla zum Jahresende veräußern.

2002 hatte der Konzern bei einem Umsatz von 1,7 Mrd. € auf Grund hoher Abschreibungen auf Firmenwerte einen Verlust von knapp 127 Mill. € verbucht.

Der italienische Nudelfabrikant Barilla hatte Kamps im Sommer vergangenen Jahres übernommen. Der Firmengründer und ehemalige Vorstandschef Heiner Kamps, der das Unternehmen in wenigen Jahren durch zahlreiche Zukäufe im In- und Ausland zum führenden Anbieter von Brot- und Backwaren in Europa ausgebaut hatte, verließ Ende 2002 den Konzern.

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