Verluste im Winter
Wärme rettet Sportbranche

Hat die Sportindustrie den warmen Winter noch verteufelt, kam das warme Frühjahr dagegen wie gerufen. Die diesmal fast schneefreie kalte Jahreszeit brachte zunächst katastrophale Verluste, doch die Branche hat Mittel und Wege gefunden, sich weitgehend schadlos zu halten.

MÜNCHEN. Das gute Wetter im Frühjahr hat die Sportindustrie gerade noch einmal vor einer Katastrophe bewahrt. Weil die Temperaturen viel höher waren als sonst üblich, gaben die Deutschen mehr Geld für Wanderausrüstung und Bademode aus. Damit konnten Sporthändler und Hersteller den katastrophalen Winter zumindest teilweise ausgleichen. Da selbst in den Bergen kein Schnee lag, waren die Umsätze mit Wintersportequipment zu Beginn des Jahres eingebrochen.

Von einem Umsatzwachstum können die Händler allerdings trotz des schönen Frühlings nur träumen. „Wir wären schon froh, wenn wir das Jahr mit einer schwarzen Null abschließen“, sagte Jens Fischer, Geschäftsführer des Sporthändlerverbundes Sport 2000, auf der Sportmesse Ispo in München. Nach Angaben der Einkaufskooperation liegen die Umsätze der Händler bis jetzt 2,5 Prozent unter Vorjahr.

Ohne das Traumwetter im März und April würden die Zahlen noch schlechter aussehen. Denn das Geschäft im vergangenen Winter war miserabel. Vor allem in Sportläden in Süddeutschland lagen Skier und Winterkleidung wie Blei in den Regalen. Zum Teil sei der Umsatz um die Hälfte eingebrochen, heißt es bei Intersport, Europas größtem Sporthändlerverbund.

Der schneearme Winter wird die Ladenbesitzer weiter beschäftigen. Die Lager sind voll mit Ware, die im Winter liegen blieb. „Im September wird eine brutale Preisschlacht anfangen“, sagt deshalb Sport-2000-Manager Volker Gromer.

Um künftig weniger abhängig vom Wetter zu sein, bauen die Sporthändler das Geschäft mit dem sportlichen Lifestyle aus. Das heißt: Sie holen sich Sportmode in die Läden, die ihre Kunden nicht nur zum Joggen oder in der Turnhalle, sondern auch abends in der Bar anziehen können. „Dieser Bereich wird immer wichtiger“, sagte Jens Fischer von Sport 2000.

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