Verluste in den USA
Deutsche Post will mehr verdienen

Obwohl die Deutsche Post weiterhin Verluste in den USA einfährt, hat sie ihr Gewinnziel für 2005 angehoben. Sondereffekte sind der Grund.

HB DÜSSELDORF. Durch die Auflösung einer Rückstellung und sich besser als erwartet entwickelnde Geschäfte in der Logistik und bei Finanzdienstleistungen der Tochter Postbank erwarte der Konzern nun einen operativen Gewinn (Ebit) von mindestens 3,7 Mrd. Euro, teilte die Post am Mittwoch in Bonn mit. Zuvor hatte Post-Chef Klaus Zumwinkel ein Ebit von 3,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Um die neue Prognose zu erreichen, muss die Post im vierten Quartal mindestens 1,3 Mrd. Euro erwirtschaften. In den ersten neun Monaten hatte das Betriebsergebnis bei 2,37 Mrd. Euro gelegen.

Angesichts der neuen Gesetzgebung für die Postbeamtenkrankenkasse rechnet das Unternehmen durch die Auflösung von Rückstellungen mit einem außerordentlichen Gewinn von 1 Milliarde Euro. Rund 300 Mill. Euro davon würden als Einmalertrag im Jahr 2005 verbucht, hieß es. Nach Angaben eines Sprechers wird damit der Nettogewinn auf mehr als 2 Mrd. Euro steigen, bislang waren genau 2 Mrd. Euro angepeilt. In den ersten neun Monaten war der Gewinn zum Vorjahr bereits um gut die Hälfte auf 1,34 Mrd. Euro gestiegen. Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz sagte, er erwarte den Nettogewinn am Ende bei 2,102 Mrd. Euro. Die Anhebung der Geschäftsprognose sei eine Überraschung.

Aus der Auflösung der Rückstellungen sollen die restlichen 700 Mill. Euro in „weitere Optimierungsmaßnahmen“ fließen, kündigte der Vorstand an. Diese würden von Vorstand Frank Appel betreut, der bereits das Sparprogramm „Star“ leitete, das die Kosten im Konzern um Milliarden gesenkt hat und Ende des Jahres ausläuft. Die Post hatte bereits ein neues Programm angekündigt, das Anfang 2006 vorgestellt werden soll. Die Post muss im kommenden Jahr die Integration des britischen Logistik-Konzerns Exel stemmen. Die Kosten dafür wurden mit rund 200 Mill. Euro veranschlagt, dem sollen im kommenden Jahr aber erwartete Einsparungen von rund 100 Millionen Euro gegenüberstehen.

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