Verluste von über 150 Millionen Euro möglich
Edeka-Tochter Marktkauf steht vor schwieriger Sanierung

Die angeschlagene Bielefelder Edeka-Tochter Marktkauf steht vor einer komplizierten Sanierung. Nach einem Bericht der „Lebensmittel Zeitung“ drohen im kommenden Jahr Verluste von mehr als 150 Millionen Euro.

HB BIELEFELD. Arbeitsdirektor Stephan Schelo, früherer Vorstandschef der Spar Handels AG, habe in der vergangenen Woche bei einer Betriebsräte-Vollversammlung in Willingen „durchgreifende Maßnahmen“ gefordert, schrieb die Zeitung.

Im schlimmsten Fall drohe ein dauerhafter Verlust. Unternehmenssprecher Rainer Diermann wies die Berichte zurück. „Die Zahl ist vollkommen aus der Luft gegriffen“, sagte er am Samstag.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehe die Marktkauf GmbH, früher AVA AG, davon aus, „dass die Rückkehr zu einem positiven Ergebnis 2006 erreichbar ist“, sagte Diermann. Laut „Lebensmittel Zeitung“ können die SB-Warenhäuser die hohen Verluste im Baumarktsektor der Edeka- Tochter nicht mehr auffangen.

Nach einem Bericht der Bielefelder Tageszeitung „Neue Westfälische“ (Samstag) ist zudem die Rede von 1000 Stellen, die in der Gruppe wegfallen könnten. Allerdings habe der als Sanierer bekannte Schelo, der auch Geschäftsführer der Drogeriemarktkette „Ihr Platz“ (Osnabrück) war, noch kein Konzept für den Unternehmensumbau. Diermann betonte, Schelo sei erst seit Mitte Juni im Amt, daher werde es erst im Herbst Entscheidungen geben.

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