Vermietdauer gestiegen - Stark im Firmenkundengeschäft
Europcar steigert Gewinn

Der zum Volkswagen-Konzern gehörende Autovermieter Europcar hat trotz Konjunkturschwäche und Tourismuskrise im vergangenen Jahr einen Ergebnissprung verzeichnet und sieht sich gemessen am Ertrag nun an Position eins in Europa. Für das laufende Jahr kündigte Europcar trotz des scharfen Wettbewerbs in der Vermietbranche weiteres Umsatzwachstum an.

HB PARIS. „Europcar International hat ihren Gewinn vor Steuern um 40 Prozent erhöht und nimmt damit die Marktführerschaft in der europäischen Autovermietbranche ein“, sagte Geschäftsführer Salvatore Catania am Mittwoch bei der Präsentation der Geschäftszahlen in Paris. Den Umsatz steigerte Europcar um 1,7 Prozent auf 1,105 Milliarden Euro und erzielte so eine Vorsteuerrendite von 6,5 Prozent. Das war nach Angaben des Unternehmens das bislang beste Ergebnis in der Geschichte von Europcar. Dabei sei ein Preisrückgang durch eine höhere Anzahl von Vermiettagen kompensiert worden. Den starken Gewinnanstieg begründete Europcar mit Kostensenkungen, einer erneut höheren Auslastung seiner Vermietflotte sowie günstigen Einkaufspreisen im Flottengeschäft und deren Finanzierung.

Bei der Ertragskraft sieht sich Europcar damit vor dem Konkurrenten Avis. Allerdings hatte Avis trotz sinkenden Einnahmen beim Umsatz 2003 mit 1,169 Milliarden Euro immer noch knapp die Nase vorn. Avis Europe hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch verbucht und landete unter dem Strich in den roten Zahlen. Als Grund dafür führte das Unternehmen neben der schwachen Nachfrage unter anderem Belastungen durch die Integration des Autovermieters Budget sowie Restrukturierungskosten an. Zu den Schwierigkeiten von Avis trägt Branchenkennern zufolge auch deren große Abhängigkeit vom Tourismusgeschäft bei, das in Folge des Irak-Krieges, der Angst vor Anschlägen und der Sars-Epidemie im vergangenen Jahr eingebrochen war.

Bei Europcar nahm der Anteil des Tourismusgeschäfts 42 Prozent ein, während das margenstarke Firmenkundengeschäft mit 58 Prozent den größten Anteil beisteuerte. Finanzchef Gerhard Noack sagte, das Tourismusgeschäft solle 2004 ausgebaut werden, um bei stagnierendem Firmengeschäft weiter zu wachsen. Mit einem Anspringen der Autokonjunktur sei frühestens in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen.

Zum Umsatzanstieg hätten im vergangenen Jahr fast alle Länder beigetragen. England, Frankreich, Spanien und Portugal hätten zudem einen beträchtlichen Beitrag zum Ergebnis geleistet. In Deutschland sei die konjunkturelle Marktschwäche durch neue Kunden kompensiert worden. Die Zahl der abgeschlossenen Mietverträge der Europcar Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um gut sechs Prozent auf 5,9 Millionen.

Die Vermiettage hätten gleichzeitig um knapp vier Prozent auf 29,6 Millionen zugelegt, teilte Europcar mit.

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