Vermutlich aus bilanztechnischen Gründen
Karstadt will Mehrheit an Thomas Cook

Der Warenhauskonzern Karstadt-Quelle strebt nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ die Mehrheit an Europas zweitgrößtem Reiseanbieter Thomas Cook an, um damit seine Bilanz zu verbessern. Hintergrund der Pläne von Vorstandschef Thomas Middelhoff sei es, das Unternehmen in das eigene Zahlenwerk einzubinden. Damit könne Karstadt, das derzeit 50 Prozent der Anteile hält, auf einen Schlag einen um rund fünf Milliarden Euro erhöhten Umsatz ausweisen, heißt es in dem Blatt.

HB DÜSSELDORF. Unternehmenskriese bestätigten dieses Vorhaben. „Der neue Vorstandschefs Thomas Middelhoff sieht gute Perspektiven bei Thomas Cook und kann sich vorstellen, die Kontrolle über das Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen“, sagte am Samstag eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Dies könne bis zur Komplettübernahme gehen.

Middellhoff habe das Joint Venture mit der Lufthansa wieder zum Kerngeschäft des Handelskonzerns erklärt, hieß es weiter. Theoretisch würde es für eine Konsolidierung von Thomas Cook in der Karstadt-Quelle-Bilanz ausreichen, wenn Middellhoff eine zusätzliche Aktie erwerben würde. Der frühere Interims-Chef von Karstadt-Quelle, Finanzchef Harald Pinger, hatte dagegen noch vor wenigen Monaten einen Verkauf der Thomas-Cook-Beteiligung ab 2006 nicht ausgeschlossen. Gespräche mit der Lufthansa über eine weitgehende Übernahme von deren Anteilen gebe es aber noch nicht, hieß es weiter am Samstag aus dem Unternehmen.

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