Veröffentlichung von Pflichtmitteilungen
Neue Meldepflichten geben Equity Story einen Schub

Equity Story ist Marktführer bei Pflichtmitteilungen für börsennotierte Unternehmen. 2007 rechnet der Münchener Dienstleister mit einem Umsatzschub, schon jetzt ist das Geschäft hoch profitabel. Zudem sollen mehr Interndetdienstleistungen entwickelt werden.

MÜNCHEN. Das Unternehmen selbst ist so gut wie unbekannt. Vielen Konzernen und Finanzmarktprofis ist die Equity Story AG trotzdem ein wichtiger Partner. Denn die kleine Münchener Firma verschickt im Auftrag ihrer Kunden drei Viertel aller Ad-hoc-Mitteilungen in Deutschland. Durch die jüngst von der EU eingeführten, erweiterten Meldepflichten für börsennotierte Unternehmen rechnet die Equity Story für dieses Jahr mit steigenden Umsätzen.

„Das wird uns sicher einen Schub geben“, sagte Achim Weick, der Vorstandschef von Equity Story, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Seit 20. Januar gilt die so genannte Transparenzrichtlinie der EU. Seither müssen Unternehmen ihre Mitteilungen europaweit verbreiten. Zudem müssen Vorgänge gemeldet werden, die früher nicht zwingend zu veröffentlichen waren, etwa wenn Aktionäre gewisse Anteilsgrenzen überschreiten oder sich die Gesamtstimmrechte verändern. „Jetzt können wir neue Produkte anbieten und für bisherige Dienstleistungen einen Aufschlag verlangen, weil wir sie in ganz Europa bereitstellen“, sagte Weick.

Viel bekannter als die Equity Story selbst ist die Tochter Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc Publizität, kurz DGAP. Die Equity Story kaufte den Dienstleister im Dezember 2005 der Deutschen Börse, Reuters und vwd ab. Damit wurden die Bayern auf einen Schlag zum Marktführer im Geschäft mit Pflichtmitteilungen.

Die Equity Story AG ist ein junges Unternehmen. Weick gründete die Firma im Jahr 2000 als Dienstleister, der für Börsenkandidaten Online-Auftritte entwerfen sollte. Mit dem Ende des Börsenbooms brach allerdings auch das Geschäftsmodell zusammen. Seit 2002 konzentriert sich Equity Story deshalb vor allem auf Investor Relations. Mit der Übernahme der DGAP rückte die Firma dann richtig ins Blickfeld der Finanzmarktprofis. Drei von vier Pflichtmitteilungen hier zu Lande laufen über die Rechner des Unternehmens, 26 der 30 Dax-Konzerne sind Kunden. Der Konkurrenz bleibt da wenig Platz. Euro Adhoc, eine Tochter der Nachrichtenagentur dpa, kommt auf etwa 18 Prozent Marktanteil. Hugin, eine Beteiligung der Börse Euronext, erzielt knapp sieben Prozent.

Seit Juni 2006 ist die Equity Story selbst auf dem Parkett und schreibt die eigene Börsengeschichte. Die liest sich allerdings noch nicht besonders gut: Zu 15,30 Euro ist das Papier aufs Parkett gekommen, derzeit notiert die Aktie bei 15,80 Euro. Gleich nach der Emission ging der Kurs bis auf elf Euro in die Knie, weil viele Altgesellschafter Kasse gemacht haben.

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