Verpatzter Börsengang
Nasdaq erhöht Entschädigung für Facebook-Panne

Der Börsengang des Internetstars Facebook geriet zum Desaster. Banken und Anleger verloren Millionen. Nun ist die US-Technologiebörse Nasdaq bereit, eine höhere Entschädigung zu zahlen.
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New YorkDie US-Technologiebörse Nasdaq hat die vorgeschlagene Entschädigung der Händler für die Pannen beim Facebook-Börsengang um gut die Hälfte auf 62 Millionen Dollar erhöht. Außerdem soll sie nun komplett als Bargeld fließen und nicht teilweise als Vergünstigung bei Handelsgebühren, wie aus einer Nasdaq-Ankündigung vom Wochenende hervorgeht.

Auch der neue Fonds dürfte allerdings bei weitem nicht ausreichen, um alle Streitigkeiten beizulegen. So schätzt die Schweizer Großbank UBS laut Medienberichten ihren Verlust durch das Durcheinander am ersten Facebook-Handelstag auf 350 Millionen Dollar, und die Citigroup soll rund 20 Millionen Dollar verloren haben. Allein die Knight Capital Group bezifferte ihr Minus jüngst auf 35,4 Millionen Dollar.

Das Börsendebüt von Facebook Mitte Mai war massiv durch die technischen Probleme bei der Nasdaq behindert worden. Das Handelssystem war überfordert, die Händler wussten zum Teil stundenlang nicht, ob ihre Aufträge ausgeführt wurden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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