Versandhändler
Takkt muss Prognose stutzen

Der Versandhändler Takkt hängt in einer Absatzflaute fest. Deswegen stutzt das Unternehmen jetzt erneut die Prognose - und verordnet sich eine Schlankheitskur.
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HB STUTTGART. Die zögerliche Nachfrage der Unternehmen nach Büromöbeln und Betriebsausstattungen setzen dem Versandhändler Takkt weiter zu. Der in mehr als 25 Ländern tätige Stuttgarter Konzern stutzte daher seine Geschäftsprognose für das laufende Jahr abermals zurück. Der Umsatz werde 2009 ohne Berücksichtigung von Zukäufen voraussichtlich um gut 25 Prozent sinken, kündigte Takkt an.

Mit Hilfe der eingeleiteten Sparmaßnahmen werde die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) 2009 jedoch nicht unter die Marke von neun Prozent fallen. Ab kommenden Jahr soll der Konzern mit künftig nur noch zwei statt drei Geschäftsbereichen schlanker werden. Die Zahl der Vorstände solle um einen Posten auf drei gekürzt werden. Von dem Umbau verspricht sich der zur Haniel-Gruppe gehörende Konzern ab 2010 Einsparungen von insgesamt mehr als drei Mio. Euro. "Der Umsatzrückgang hat sich im dritten Quartal verlangsamt", erklärte Finanzvorstand Florian Funck. "Insofern scheint der Boden der Krise hinter uns zu liegen." Eine deutliche Belebung der Nachfrage sei aber noch nicht festzustellen. Im dritten Quartal sei der Umsatz um 18,9 Prozent auf 186,9 Mio. Euro gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe um 50,8 Prozent auf 15,7 Mio. Euro nachgegeben. Vor Steuern seien mit 8,4 Mio. Euro 67,9 Prozent weniger erwirtschaftet worden. Nach neun Monaten liegen die Erlöse 22,5 Prozent unter dem Wert vor einem Jahr, die operative Marge erreichte 10,1 Prozent. Die Kosten des Konzernumbaus würden im vierten Quartal nochmals mit zwei Mio. Euro zu Buche schlagen, teilte der Versandhändler mit.

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