Versandhändler
Takkt schaut optimistischer nach vorne

Der Versandhändler Takkt stockt nach unerwartet guter Nachfrage nach Büromöbeln und Lagerausstattung in Deutschland und den USA seine Geschäftsprognose abermals auf.
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StuttgartDer Versandhändler Takkt stockt nach unerwartet guter Nachfrage nach Büromöbeln und Lagerausstattung in Deutschland und den USA seine Geschäftsprognose abermals auf. „Wir rechnen nunmehr für das Jahr 2011 mit einem organischen Umsatzwachstum von rund sechs Prozent“, sagte der Ende August zur Haniel-Gruppe wechselnde Finanzvorstand Florian Funck am Donnerstag in Stuttgart.

Allerdings gebe es Risiken für deutliche Rückschläge auf die globale Wirtschaft, wenn sich die Staatsschuldenkrise zuspitze. Sollte Takkt den angepeilten Umsatzzuwachs erreichen, werde die operative Marge (Ebitda) im laufenden Jahr auf etwa 14 Prozent steigen und damit in der oberen Hälfte des Zielkorridors von zwölf bis 15 Prozent liegen. 2010 hatte Takkt bei einem Umsatz von knapp 802 Millionen Euro eine Marge von 12,6 Prozent erwirtschaftet.

Zuversichtlicher stimmt Takkt das kräftige Wachstum der Erlöse im ersten Halbjahr um knapp elf Prozent auf 417,6 Millionen Euro. „Die Dynamik des Aufschwungs fiel in den ersten sechs Monaten stärker aus, als wir es erwartet hatten“, sagte Vorstandschef Felix Zimmermann. Im zweiten Halbjahr werde sich die Wachstumsrate zwar abschwächen, die Geschäfte liefen aber besser als erwartet. Wegen zunehmender Großaufträgen müsse Takkt voraussichtlich in den kommenden Monaten aber mehr Rabatte gewähren. Die höhere Auslastung führe insgesamt zu einer besseren operativen Profitabilität. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte in den ersten sechs Monaten um knapp 30 Prozent auf 67,8 Millionen Euro, womit der zur Haniel-Gruppe gehörende Versandhändler die Erwartungen der Börse übertraf.

Takkt verschickt an rund drei Millionen Firmenkunden in 25 Ländern rund 160.000 Produkte - von der Sackkarre bis zum Designerstuhl. Einer der größten Konkurrenten ist die französische Manutan-Gruppe. Zu Beginn dieses Jahres hatte Takkt-Chef Zimmermann ohne Berücksichtigung von Akquisitionen ein Wachstum der Erlöse um vier Prozent in Aussicht gestellt. Ende April hob er diese Prognose wegen gut laufender Geschäft bereits auf fünf Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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